Bierflaschen in einer Abfüllanlage (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Karlsberg behält vorerst Licorne

  26.03.2020 | 11:56 Uhr

Karlsberg hat die Verhandlungen zum geplanten Verkauf des französischen Brauereikonzerns Licorne ausgesetzt. In Zeiten des Coronavirus wolle man sich auf den aktuellen Geschäftsbetrieb konzentrieren.

Noch Anfang März hatte der Homburger Brauereikonzern angekündigt, sich von der französischen Tochter Licorne nach 30 Jahren trennen zu wollen. Es gab laut Karlsberg deswegen bereits Gespräche mit dem französischen Investor UI Gestion. Der Verkauf war ursprünglich bereits für Mai geplant. Nun sind die Verhandlungen von beiden Seiten vorerst auf Eis gelegt worden.

Mitarbeiter und Konzern stehen jetzt im Vordergrund

Sowohl Karlsberg als Verkäufer als auch der Kauf-Interessent wollen sich demnach erst einmal auf ihren aktuellen Geschäftsbetrieb konzentrieren. Beide Seiten sprechen von einer Entscheidung, die nicht leicht gefallen sei.

Christian Weber, der Generalbevollmächtigte der Karlsberg Brauerei erklärte den Schritt mit der derzeit schwierigen Gesamtlage durch die Corona-Krise: „Das Wichtigste zu diesem Zeitpunkt ist (…), sich um unsere Mitarbeiter und unser Geschäft zu kümmern.“ Er glaube an die Zukunft der Brasserie Licorne und man werde alle Anstrengungen in die Weiterentwicklung des Unternehmens setzen, erklärte Weber die Entscheidung in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 26.03.2020 berichtet.

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