Der Trierer Bischof Stephan Ackermann (Foto: dpa/Harald Tittel)

Ackermann will kein Marx-Nachfolger sein

  12.02.2020 | 10:14 Uhr

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat keine Ambitionen auf das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Am Dienstag hatte der amtierende Vorsitzende Kardinal Reinhard Marx angekündigt, nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

Zum Rückzug von Kardinal Marx: "Er hat seins getan"
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger / Barbara Lessel-Waschbüsch, 12.02.2020, Länge: 04:52 Min.]
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Der Trierer Bischof Stephan Ackermann will nicht für das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) kandidieren. "Bischof Ackermann sieht seinen Beitrag für die Bischofskonferenz in seinen aktuellen Aufgaben", teilte die Sprecherin des Bistums Trier der dpa mit. Ackermann ist seit 2010 als Beauftragter der DBK für Fragen des sexuellen Missbrauchs mit der bundesweiten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals betraut.

Ackermann, der vor elf Jahren Marx' Nachfolger im Bistum Trier wurde, sagte, er "bedaure aufrichtig, dass Kardinal Marx nicht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender unserer Bischofskonferenz zur Verfügung steht". Marx habe in den letzten sechs Jahren "mit großer Energie, mit Mut und zukunftsorientiert den Vorsitz wahrgenommen". Besonders seine Mitgliedschaft im Beratungsgremium des Papstes habe die Verbindung nach Rom gestärkt.

Sechs Jahre Bischof von Trier

Kardinal Reinhard Marx hatte am Dienstag angekündigt, nicht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung zu stehen. Anfang März hätte sich der 66-Jährige für weitere sechs Jahre zur Wiederwahl stellen müssen.

Interview: "Kardinal Marx wird auch weiterhin eine der drei wichtigsten Stimmen bleiben"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi, 11.02.2020, Länge: 03:24 Min.]
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"Schon seit einiger Zeit steht das für mich fest. Meine Überlegung ist, dass ich am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt wäre, und dann auch das Ende meiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein wird. Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen", sagte Marx.

Im Jahr 2014 war Marx zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Von 2002 bis 2008 füllte der gebürtige Westfale das Amt des Bischofs von Trier aus.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 11.02.2020.

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