Ein Mann legt in seiner Wohnung ein Stück Holz in einen Kaminofen, in dem ein Feuer brennt.  (Foto: picture alliance/Silas Stein/dpa)

25.000 Öfen müssen überprüft werden

  06.01.2020 | 20:24 Uhr

Bis Ende des Jahres müssen rund 25.000 Kaminöfen im Saarland stillgelegt oder nachgerüstet werden. Betroffen sind Öfen, die 1994 oder früher hergestellt oder zugelassen wurden.

Öfen mit Baujahr 1994 oder früher müssen in diesem Jahr überprüft und gegebenenfalls stillgelegt werden. So verlangt es das Bundesimmisionsschutzgesetz. Denn die alten Öfen produzieren neben Wärme eine Menge Feinstaub. Neuere Öfen sind hingegen anders konstruiert und brennen dadurch umweltfreundlicher, erklärt Uwe Meyer von der Schornsteinfegerinnung.   

Video [aktueller bericht, 06.01.2020, Länge: 3:31 Min.]
Viele Kaminöfen müssen überprüft werden

Nachrüstung oft teuer

Alte Öfen lassen sich auch nachrüsten, aber das kann teuer werden. "In das Ofenrohr käme ein Filter, der verhindert, dass der Feinstaub in die Luft entweichen kann. Aber diese Filter sind sehr teuer." Im Schnitt koste eine Nachrüstung um die 1500 Euro, ein neuer Ofen aus einem Fachgeschäft hingegen 2500 bis 3000 Euro.

Video [aktueller bericht, 06.01.2020, Länge: 3:55 Min.]
Interview mit Heiner Uhrhan, Umweltministerium

Nach wie vor sei das Heizen mit Holz als nachwachsendem Rohstoff mit Blick auf die CO2-Neutralität aber besser als das mit fossilen Brennstoffen, so Heiner Uhrhan vom saarländischen Umweltministerium. Wichtig sei aber auch, dass die Öfen ordnungsgemäß betrieben würden. So dürfe das Holz beispielsweise nicht zu feucht sein, die Zuluftsteuerung müsse funktionieren und die Abluft durch einen Kamin, der hoch genug ist, gewährleistet sein.

Insgesamt müssen im Saarland in den kommenden fünf Jahren rund 92.000 Kaminöfen ausgetauscht oder nachgerüstet werden.

Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" vom 06.01.2020 berichtet.

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