Das Rathaus in Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Homburg schafft Jugendbeirat

Axel Burmeister   13.07.2019 | 10:10 Uhr

Nach Neunkirchen und Püttlingen soll nun auch Homburg einen Jugendbeirat bekommen. Der Stadtrat hat dazu seine Zustimmung gegeben. Jugendliche sollen politisch mitsprechen dürfen.

Homburgs Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff sagte dem SR, nach der Stadtratsentscheidung müsse nun eine Satzung für einen Jugendbeirat ausgearbeitet werden. Dabei gehe es unter anderem darum, wer in solch einem Gremium vertreten sein soll.

Jugendliche aus allen Bereichen

Möglicherweise könnten Vertreter aus der Jugendfeuerwehr, den Pfadfindern oder anderen Jugendorganisationen dabei sein. Aber auch Jugendliche, die nicht organisiert sind, sollten eine Chance haben, so Kuthoff. Der Homburger Stadtrat werde bei seiner nächsten Sitzung am 12. September dann den Auftrag für die Umsetzung erteilen.

Bürgermeister Michael Forster (CDU) sagte: „Es ist die Zeit, dass wir die jungen Menschen mitgestalten lassen. Denn die Entscheidungen, die wir heute treffen, haben Auswirkungen auf die Jugendlichen.“

Bisher gibt es in Homburg lediglich ein Jugendforum. Es wird vom Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel unterstützt. Hier werde unter anderem das Projekt „Demokratie leben“ gefördert.

Positive Bilanz in Püttlingen

Jugendbeiräte gibt es bisher im Saarland nur in Püttlingen und Neunkirchen. In Püttlingen ist Lars Klein Vorsitzender. Er bot den Homburgern Unterstützung bei der Gründung eines Jugendbeirates an. „Wir haben bereits einen guten Austausch mit dem Jugendbeirat von Neunkirchen“, so Klein.

Zur Website des Püttlinger Jugendbeirats
Jugendliche zusammenbringen und so die Kommune interessanter machen.

In Püttlingen tagen die 14- bis 25-Jährigen seit etwa eineinhalb Jahren alle sechs Wochen. Ihre Arbeit läuft bisher ehrenamtlich, allerdings sei man derzeit dabei, in einer neuen Satzung auch Aufwandsentschädigungen festzulegen. Mit dabei seien Vertreter der Peter-Wust-Schule, jugendpolitischer Organisationen und der Jugendfeuerwehr.

Mehr Beteiligung

Derzeit arbeite man mit an der Gestaltung des Stadtparks in Püttlingen. „Wir möchten gerne, dass dort auch eine Skaterbahn und ein Grillplatz eingerichtet werden“, sagt Klein. Für das erste Jahr zieht der Student auf Lehramt eine positive Bilanz: “Bisher lief die Arbeit relativ gut“.

Allerdings wünscht sich Klein künftig mehr Beteiligung des Stadtrates an jugendpolitischen Themen. Die neue Bürgermeisterin Denise Klein (SPD) habe zugesagt, den Jugendbeirat künftig explizit zu den Stadtratssitzungen einzuladen.  

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