Wasser (Foto: SR)

Jost weist Kritik an höherer Trinkwasserförderung in Kirkel zurück

Patrick Wiermer   31.10.2020 | 09:38 Uhr

Umweltminister Jost hat die Kritik am geplanten Ausbau der kommerziellen Trinkwasserförderung in Kirkel zurückgewiesen. Der SPD-Politiker hält die Sorge einiger Politiker vor Folgen für Mensch und Umwelt für unbegründet.

Von einem Ausverkauf des Wassers könne keine Rede sein, sagte Umweltminister Reinhold Jost im SR. Die Trinkwasserversorgung habe immer Vorrang vor der kommerziellen Nutzung. Darüber hinaus gebe es keine Wasserknappheit. Saarlandweit werde insgesamt mehr Wasser gebildet als verbraucht wird.

Gemeinde soll eingebunden werden

Jost widersprach auch den Vorwürfen fehlender Transparenz. Die Gemeinde werde rechtzeitig beteiligt. Das Ministerium finanziere bei Bedarf auch entsprechende Gutachten. Die Firmengruppe "Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke" (MEG) fördert zurzeit rund 400.000 Kubikmeter pro Jahr aus der Kirkeler Waldquelle. Die Förderung soll um bis zu 150.000 Kubikmeter steigen, um den Standort langfristig zu sichern. Entsprechende Probebohrungen hat das Unternehmen bereits abgeschlossen.

Zuletzt hatten Grünen-Landeschef Tressel und die SPD in Kirkel die Pläne kritisiert.

Hintergrund

Planungen des Konzerns
Lidl-Tochter will mehr Wasser in Kirkel fördern
Die Firmengruppe Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke (MEG) will am Standort Kirkel mehr Wasser fördern. Der Ortsvorsteher von Kirkel-Neuhäusel, Hans-Dieter Sambach (CDU), bestätigte dem SR, dass entsprechende Pläne im Ortsrat vorgestellt wurden. Sambach sieht jedoch eine Gefahr der Überförderung in dem Gebiet.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 31.10.2020.

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