Waldweg (Foto: SR/UNSERDING)

Jost will Saarforst entlasten

Carolin Dylla   17.07.2019 | 14:15 Uhr

Preissturz beim Holz, Schäden durch Borkenkäfer - die wirtschaftliche Situation beim Saarforst ist angespannt. Um den Betrieb zu entlasten, hat Umweltminister Reinhold Jost (SPD) sich nun dafür ausgesprochen, den Beitrag des Saarforstes zum Klimaschutz bei dessen Wirtschaftsbilanz zu berücksichtigen.

Der generelle Preisabsturz - vor allem bei Fichtenholz - und die Schäden durch den Borkenkäferbefall seien die beiden wichtigsten Gründe für die wirtschaftlich angespannte Situation des Saarforstes, so Umweltminister Reinhold Jost (SPD) beim Sommergespräch. Zudem müssten mehrere hundert Hektar neu aufgeforstet werden, weil dort Fichten wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden mussten.

Video [aktueller bericht, 17.07.2019, Länge: ab Min. 13:26]
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Der wirtschaftliche Engpass beim Saarforst sei damit auch eine Folge des Klimawandels. Das Umweltministerium musste die erwarteten Erlöse aus dem Saarforst für dieses Jahr kräftig nach unten korrigieren. So rechnet das Umweltministerium 2019 mit Verlusten von eineinhalb bis zwei Millionen Euro.

Jost: "Saarforst ist immer stärker vom Klimawandel betroffen"
Audio [SR 3, (c) SR Carolin Dylla, 17.07.2019, Länge: 02:40 Min.]
Jost: "Saarforst ist immer stärker vom Klimawandel betroffen"

Der ökologische Beitrag des Saarforstes liegt laut Jost aber bei etwa fünf Millionen Euro pro Jahr – ein wirtschaftlicher Nutzen, der nicht in den Bilanzen auftauche. Jost kündigte an, sich nach der Sommerpause mit Finanzminister Peter Strobel (CDU) zusammenzusetzen um zu diskutieren, wie dieser Beitrag in der Wirtschaftsrechnung des Saarforstes berücksichtigt werden kann.

Ein genaueres Bild über den Zustand des Saarforstes soll ab nächster Woche entstehen. Dann beginnt die diesjährige Waldschadensinventur.

Über dieses Thema wurde in der SR 3 Rundschau vom 17.07.2019 berichtet.

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