Problemfall Wald (Foto: SR Fernsehen)

Saarländischer Wald soll dem Klimawandel trotzen

  20.09.2019 | 16:29 Uhr

Dem saarländischen Wald geht es vergleichsweise gut. Damit das trotz steigender Temperaturen und vermehrter Trockenheit so bleibt, hat Umweltminister Reinhold Jost (SPD) am Freitag ein Zehn-Punkte-Programm vorgestellt. Es sieht unter anderem Maßnahmen zur Wiederaufforstung vor, darunter ein "Eine-Million-Bäume-Programm".

Jahrzehnte naturnaher Bewirtschaftung hätten dem saarländischen Wald eine gute Ausgangslage für die drohenden Klimaveränderungen verschafft, sagte Jost. Der saarländische Staatswald habe im Vergleich der Bundesländer mit 75 Prozent den höchsten Anteil an Laubbäumen. Der Bundesdurchschnitt liege bei 44 Prozent.

Video [aktueller bericht, 20.09.2019, Länge: 3:01 Min.]
Wald soll aufgeforstet werden

Die vergangenen beiden Jahre hätten allerdings auch hierzulande dem Wald zugesetzt. Darum müssten Maßnahmen ergriffen werden, um die neuen klimatischen Herausforderungen zu bewältigen. So sollen ab dem dritten Oktober systematisch eine Million Bäume gepflanzt werden. Außerdem soll es ein Förderpaket für Kommunal- und Privatwald mit Hilfen des Bundes und des Landes zur Wiederaufforstung geben.

Interview: "Wir haben die Wälder, die sich andere wünschen"
Audio [SR 3, Interview: Karin Mayer, 20.09.2019, Länge: 03:27 Min.]
Interview: "Wir haben die Wälder, die sich andere wünschen"

Jost verwies darauf, dass sich der Holzvorrat von 7,3 Millionen Kubikmetern im Jahr 1990 auf 13,7 Millionen Kubikmetern in 2018 fast verdoppelt habe. Der Vorrat solle weiter erhöht und die Ernte reduziert werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.09.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja