Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt durch eine überflutete Straße. (Foto: picture alliance/dpa/Fredrik Von Erichsen)

Saarland will vor Starkregen schützen

Uli Hauck   19.03.2019 | 16:25 Uhr

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) hat Maßnahmen des Landes gegen mögliche Überschwemmungen vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um Schutz vor Starkregen.

Exemplarisch wurden in den letzten Monaten für die Gemeinden Eppelborn, Sulzbach und Wadern sogenannte Starkregengefahrenkarten erstellt. Die Gemeinden wissen dadurch künftig beispielsweise, wo Neubauten noch sinnvoll sind oder wo Gebäude dem möglichen Abfluss von Wassermassen im Weg stehen.

Video [aktueller bericht, 19.03.2019, Länge: 2:17 Min.]
Gutachten zu Starkregen-Ereignissen von 2016

Die Maßnahme hat für die drei Kommunen 200.000 Euro gekostet, 80 Prozent davon hat das Land bezahlt. Umweltminister Jost hofft, dass die anderen Gemeinden ebenfalls Vorsorge betreiben und er verspricht dafür weiteres Landesgeld.  

Millionenschäden im Sommer 2018

Die Bürger würden mit Hilfe der Karte erfahren, ob ihr Haus tatsächlich in einer gefährlichen Lage steht und ob sie besser vorsorgen sollten. So ist beispielsweise in Überschwemmungsgebieten die hochwassersichere Nachrüstung von Öltanks künftig gesetzlich gefordert. Das Land will die notwendigen Maßnahmen für bis zu 500 Öltanks pro Jahr mit jeweils 1000 Euro fördern.

Im vergangenen Jahr hatte ein Unwetter Millionenschäden in mehreren saarländischen Orten angerichtet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 19.03.2019 berichtet.

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