Nohfelden (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Ländlicher Raum soll attraktiver werden

  19.01.2016 | 15:40 Uhr

Der saarländische Umweltminister Jost will den ländlichen Raum attraktiver machen. Wichtiges Ziel für den SPD-Politiker ist es, Flüchtlinge besser zu integrieren. Dazu will der Minister zum einen zwei Millionen von der EU nutzen, weitere zwei Millionen soll das Land beisteuern.

Mit zwei Millionen Euro fördert der "Europäische Landwirtschaftsfonds für ländliche Entwicklung" (ELER) das Saarland. Das Geld soll zur „Förderung der sozialen Inklusion, der Armutsbekämpfung und der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Gebieten“ genutzt werden. Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) möchte mit den Fördermitteln den ländlichen Raum attraktiver machen.

Er stellte dabei die Integration von Flüchtlingen in den Vordergrund. „Das Thema Flüchtlinge geht das ganze Saarland an, es betrifft nicht nur die Ballungsräume." Jost sieht gerade im ländlichen Raum eine große Hilfsbereitschaft und viel Engagement von Vereinen und Ehrenamtlichen. "Diese Hilfsbereitschaft macht die Stärke des ländlichen Raumes gerade im Saarland aus, und die wollen wir nutzen“.

Neuer Wohnraum steht nicht im Vordergrund

Zusätzlich zu den zwei Millionen Euro von der EU will das Innenministerium die gleiche Summe zur Verfügung stellen, um finanzschwachen Kommunen zu helfen. Angedacht sind zum Beispiel Begegnungsstätten, lokale Dienstleistungszentren, oder auch der Abriss von Leerständen im Ortskern. Bei solchen Projekten könnte das Innenministerium Kostenanteile übernehmen.

Neuer Wohnraum steht bei dem neuen Programm nicht im Vordergrund. Trotzdem soll es möglich sein, zumindest vorrübergehend Wohnungen beispielsweise in leerstehenden Schulen zu schaffen, um diese dann später anderweitig zu nutzen. Möglicherweise als Mehrgenerationenhäuser - so Jost.

Nachdem das Wohnraumprogramm im vergangenen Jahr erfolgreich angelaufen sei, müsse nun der nächste Schritt zur Integration folgen, so Jost. Der ländliche Raum biete dazu genug Chancen.

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