Ein Vorgarten, in dem sich Insekten und Bienen wohlfühlen (Foto: Christine Niessen)

Länder wollen insektenfreundliche Gärten

  09.05.2019 | 11:00 Uhr

Die Umweltminister der Länder wollen Insekten und Vögel vor dem Artensterben schützen. Zwei Anträge der Ministerien liegen dazu vor. Unter anderem fordert der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) eine Kampagne gegen Steingärten.

Laut Antrag der Umweltminister sollen mit der Initiative Bürger aufgeklärt werden, wie sie ihre Gärten insektenfreundlich gestalten können. Die Forderung wurde federführend durch den saarländischen Umweltminister Jost gestellt.

"Schauen wir uns die privaten Gärten an, so müssen wir eine deutliche Verarmung der Lebensräume für Insekten feststellen", so Jost. "In sterilen Stein-Vorgärten werden keine Bienen summen oder sich Schmetterlinge niederlassen." Ihm schlossen sich die Umweltminister aus Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern an.

Umweltministerkonferenz in Hamburg

Auch am Freitag tagen die Umweltminister in Hamburg. Auf der Agenda der 92. Umweltministerkonferenz stehen unter anderem Luftreinhaltung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Außerdem soll die CO2-Steuer ins Gespräch gebracht werden.

Neben dem Antrag gegen Steingärten fordert die hessische Umweltministerin Prisa Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) die Bundesregierung auf, das Aktionsprogramm zum Insektenschutz zeitnah umzusetzen. Darüber hinaus solle Deutschland während der EU-Ratspräsidentschaft bis 2020 das Thema zum Schwerpunkt machen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 09.05.2019 berichtet.

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Tipps
Artenvielfalt im Garten
Auch für den Garten gilt: Je größer die Vielfalt bei den Pflanzen, um so größer die Vielfalt bei den Tieren. Vieles, was da brummt, summt, flattert, kriecht und krabbelt bereichert Garten und Natur. Es gibt aber natürlich auch tiersche Gartengäste, die weniger willkommen sind wie Stechmücken oder der Buchsbaumzünzler.

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