Bus und Saarbahn am Hauptbahnhof Saarbrücken (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Jobticket bleibt hinter Erwartungen zurück

  19.09.2022 | 09:24 Uhr

Vor fünfeinhalb Jahren ist ein neues Jobticket für Berufspendler im Saarland gestartet. Die Nutzerzahl ist seither zwar gestiegen - von der anvisierten Verdopplung ist man aber weit entfernt. Das hängt zumindest zum Teil auch mit der Coronapandemie zusammen.

Anfang 2017 ist das Jobticket im Saarland reformiert worden, um es auch für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kleinerer Unternehmen attraktiv zu machen. Das anvisierte Ziel war, die Kundenzahl von damals rund 3500 zu verdoppeln.

Pandemie lässt Abozahlen einbrechen

Mit laut SaarVV zuletzt rund 4700 Abonnentinnen und Abonnenten blieb das Jobticket allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück. Mit dafür verantwortlich ist die Coronapandemie, die viele Beschäftigte ins Homeoffice zwang.

Kurz vor Ausbruch der Pandemie im März 2020 lag die Zahl der Abonnements bei mehr als 5500. Die meisten Jobticket-Nutzer gibt es laut SaarVV bei Behörden und Verbänden im Regionalverband Saarbrücken.

Rabatt ab drei Abos pro Unternehmen

Mit dem Jobticket gibt es Vergünstigungen auf reguläre Abokarten, sobald mindestens drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Behörde sich beteiligen. Änderungen am Jobticket - nach dem Auslaufen des bundesweiten 9-Euro-Tickets - sind derzeit nicht geplant.

Bei einem Sondertreffen beraten die Verkehrsminister von Bund und Ländern heute aber generell über einen möglichen Nachfolger des 9-Euro-Tickets. Strittig ist dabei vor allem die Frage der Finanzierung.

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