Ein Mitarbeiter einer Klinik schiebt ein Bett über den Flur (Foto: dpa / picture alliance / Andreas Arnold)

Kliniken beklagen niedrige Investitionshilfen

  17.09.2018 | 07:46 Uhr

Die Saarländische Krankenhausgesellschaft kritisiert, dass der Doppelhaushalt des Saarlandes 2019/2020 keine höheren Investitionsmittel für Krankenhäuser enthält. Statt der erhofften 40 Millionen Euro bleibt es bei 32,5 Millionen Euro.

Die Spitze der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG) spricht von einer "Enttäuschung". SKG-Geschäftsführer Thomas Jakobs sagte der Saarbrücker Zeitung, er habe nach Gesprächen mit der schwarz-roten Koalition den Eindruck gehabt, dass diese den Forderungen der Krankenhäuser gegenüber aufgeschlossen sei. Umso verwunderter sei er, dass sich in der Regierungsvorlage nun nichts davon wiederfinde.

400 Millionen Euro Sanierungsstau

Aus Sicht der Träger der 24 Kliniken im Land müssten pro Jahr alleine in einem ersten Schritt 40 Millionen Euro investiert werden - eigentlich sei angesichts des 400-Millionen-Euro-Sanierungsstau sogar das Doppelte nötig.

Im Koalitionsvertrag hatten CDU und SPD vereinbart, die Investitionen bis zum Jahr 2022 auf bis zu 38,5 Millionen Euro zu erhöhen. Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling sagte der SZ, er wolle mit Ministerin Monika Bachmann (beide CDU) nun bei den Haushaltsberatungen im Landtag darum kämpfen, die Mittel noch etwas zu erhöhen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.09.2018 berichtet.

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