US-Airbase Ramstein (Foto: dpa)

USA wollen in Spangdahlem und Ramstein investieren

  29.01.2020 | 13:14 Uhr

Die US-Airforce will ihre Militärstützpunkte in Spangdahlem und Landstuhl ausbauen. Aufträge im Gesamtwert von 425 Millionen US-Dollar (386 Mio. Euro) wurden vergeben. Die Linksfraktion im saarländischen Landtag fordert unterdessen die Schließung der Airbases.

Das Geld soll unter anderem in die Sanierung der Militärstützpunkte fließen. Das berichtet die US-amerikanische Militärzeitung Stars & Stripes. Nach Angaben der Armed Forces Communications and Electronics Association werden insgesamt sechs Firmen aus Deutschland und den USA mit dem Umbauten betraut, darunter auch zwei aus Kaiserslautern. Unter anderem sollen Landebahnen angepasst und die Kasernen modernisiert werden, auch um den Umzug der 352nd Special Operations Wing aus dem britischen Mildenhall nach Spangdahlem vorzubereiten. Die Sondereinheit bringt nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung 2500 Militär- und Zivilangehörige mit.

Nach Angaben der Armed Forces Communications and Electronics Association werden insgesamt sechs Firmen aus Deutschland und den USA mit dem Umbauten betraut, darunter zwei aus Kaiserslautern.

Lafontaine kritisiert Militärstützpunkte

Oskar Lafontaine von der Linksfraktion im saarländischen Landtag fordert im Hinblick auf die Medienberichte stattdessen eine Schließung der Stützpunkte. Er wirft den USA unter anderem vor, von der Airbase Ramstein aus einen völkerrechtswidrigen Drohnenkrieg zu führen. Außerdem sei der Militärstützpunkt ein wichtiges Drehkreuz für die Öl- und Gaskriege im Vorderen Orient. Lafontaine bemängelte außerdem, dass die von der Airbase Spangdahlem startenden US-Kampfjets für viele Saarländer eine erhebliche Lärmbelästigung bedeuteten.

"Von deutschem Boden sollte nie wieder Krieg ausgehen, schon gar kein völkerrechtswidriger. Die Schließung der US-Militärstützpunkte ist auch im Interesse der Sicherheit der Menschen in Deutschland, weil die ‚gegnerischen Raketen‘ auf diese Militärstützpunkte programmiert sind, " so Lafontaine. Er forderte Europa auf, die "Einrichtungen, von denen aus die USA ihre permanenten Kriege führen", von seinem Boden zu verbannen und stattdessen eine eigenständige, dem Frieden dienende Außenpolitik zu machen.

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