Das Rathaus in Gersheim (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Gersheim wehrt sich gegen Wifi-Entscheidung

  14.12.2018 | 09:53 Uhr

Die Gemeinde Gersheim will Widerspruch gegen die Entscheidung der EU zur Verteilung von kostenlosen Internet-Hotspots einlegen. Sieben Städte und Gemeinden im Saarland hatten den Zuschlag und damit Gutscheine über jeweils 15.000 Euro erhalten. Die Kommune im Südosten des Saarlands waren hingegen leer ausgegangen.

Deutschlandweit hatten sich 2700 Städte und Gemeinden für die finanzielle Unterstützung beworben. Am Donnerstag wurde bekannt, dass im Saarland Homburg, Illingen, Mettlach, Nalbach, Kirkel, Riegelsberg und Weiskirchen den Zuschlag erhalten. Beworben hatte sich aber auch die Gemeinde Gersheim. Bürgermeister Alexander Rubeck (CDU) kritisierte die Auswahl der EU. "Wie die jetzige Auswahl zustandekommt, bleibt wohl das Geheimnis der EU", bemängelte Rubeck. Er will bei der EU Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen, vor allem, weil sich das Programm an strukturschwache ländliche Kommunen richte.

Als Wifi-Punkte hatte die Gemeindeverwaltung verschiedene Stellen in der ganzen Gemeinde Gersheim vorgesehen. Darunter auch Peppenkum und Utweiler, wo derzeit noch kein flächendeckender Breitband-Ausbau besteht.

42 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Die ausgewählten Kommunen erhalten Gutscheine im Wert von je 15.000 Euro. Damit sollen die Kommunen W-Lan-Router anschaffen und in den von ihnen ausgewählten Zentren des öffentlichen Lebens einrichten. Mit der Initiative „WiFi4EU“ will die EU-Kommission den wachsenden Bedarf der EU-Bürger nach Internetanbindung decken. Insgesamt hat die EU dafür in erster Runde ein Budget von 42 Millionen Euro bereitgestellt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 14.12.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen