Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) (Foto: Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS))

Fördermittel für Antibiotika-Forschung in Saarbrücken

  01.12.2020 | 14:24 Uhr

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung auf dem Saarbrücker Uni-Campus profitiert von einer internationalen Förderung in der Antibiotika-Forschung. Damit ist das Institut eines von drei deutschen Projekten, die erstmals von der internationalen Partnerschaft CARB-X unterstützt werden.

"Combating Antibiotic Resistant Bacteria Accelerator", kurz CARB-X, fördert vielversprechende Forschungsprojekte im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen. An einem ist das Saarbrücker Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung beteiligt.

Es handelt sich dabei um eine neue Therapie für schwer zu behandelnde Infektionen mit dem Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa bei Mukoviszidose-Erkrankten. Vergangene Woche hatte das Institut bereits vom Bund eine Förderzusage für einen Erweiterungsbau in Höhe von 47 Millionen Euro erhalten.

Starkes Zeichen für Standort

Neben dem Saarbrücker Institut erfahren auch das Hamburger Wirkstoffforschungsunternehmen Evotec sowie das Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung zusammen mit der Dortmunder Lead Discovery Center GmbH finanzielle Unterstützung.

Bis zu 21 Millionen Euro sollen nach Angaben des Bundesforschungsministeriums den Projekten zugutekommen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) begrüßt die Aufnahme der deutschen Projekte in den Förderkreis. "Es ist ein starkes Zeichen für die innovative deutsche Wissenschafts- und Forschungslandschaft und zeigt, dass deutsche Forschende und Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen leisten", so die Ministerin.

Geld aus den USA

Wesentliche Förderer von CARB-X, die über ein Fördervolumen von bis zu 480 Millionen US-Dollar verfügt, sind die USA und die Stiftung Wellcome Trust mit Sitz in London. Seit 2019 gehört auch Deutschland, vertreten durch das Bundesforschungsministerium, zu den Förderern von CARB-X. Mit rund zehn Millionen Euro jährlich unterstützt das Ministerium nach eigenen Angaben die globale Partnerschaft für zunächst vier Jahre.

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