Peter Kaiser Schuhe (Foto: Imago Images/Sepp Spiegl)

Insolvenzverfahren gegen Schuhhersteller Peter Kaiser

  01.12.2020 | 13:20 Uhr

Vor dem Amtsgericht Pirmasens soll das Insolvenzverfahren gegen den Schuhhersteller Peter Kaiser eröffnet werden. Das Pirmasenser Unternehmen soll laut SWR-Informationen in Eigenverwaltung weitergeführt werden.

Das sei möglich, weil der Pirmasenser Damenschuhhersteller Peter Kaiser noch nicht zahlungsunfähig ist. Peter Kaiser hatte im September einen Antrag auf Planinsolvenz gestellt. Das Traditionsunternehmen, das im Jahr 1838 gegründet wurde und heute als älteste Schuhfabrik Europas gilt, hat nach Informationen des SWR diverse Bankverbindlichkeiten und in kleinerem Umfang auch Schulden bei Lieferanten. Im vergangenen Jahr hat Peter Kaiser laut der Zeitung "Die Rheinpfalz" 48 Millionen Euro umgesetzt.

200 Mitarbeiter betroffen

Bereits vor Corona habe das Unternehmen überlegt, wie man sich besser aufstellen könne, teilte ein Sprecher mit. Der Lockdown im Frühling habe die Situation dann noch verschärft. Auch jetzt noch würden die Kundinnen wegen der ungewissen wirtschaftlichen Lage deutlich weniger kaufen.

Von der Planinsolvenz sei von den insgesamt 650 Mitarbeitern ausschließlich die Schuhfabrik in Pirmasens mit ihren 200 Mitarbeitern, die sich zum Teil in Kurzarbeit befinden, betroffen. Peter Kaiser führt seit 1999 außerdem noch ein Werk in Portugal. Derzeit ist die Firma auf der Suche nach möglichen Investoren. Mit einem Ergebnis sei bis Ende des Jahres zu rechnen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 01.12.2020 berichtet.

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