Luftaufnahme des Calypso Sauna und Spaßbades in Saarbrücken (Foto: imago images / Becker & Bredel)

NGG will Erhaltung aller Calypso-Jobs

mit Informationen von Matthias Braun   22.05.2020 | 16:17 Uhr

Die Gewerkschaft NGG fordert, alle Arbeitsplätze im Saarbrücker Calypso-Bad zu retten. Das teilte NGG-Geschäftsführer Baumeister mit. Am Donnerstag hatte der Betreiber des Spaßbades angekündigt, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Gewerkschaft und Betriebsrat seien von dem Insolvenzantrag überrascht worden, so Baumeister. Man werde sich nun mit einem Anwalt für Insolvenzrecht beraten. „Für Betriebsrat und NGG geht es um die Sicherung möglichst aller Arbeitsplätze im Calypso-Bad. Wir fordern die Stadt Saarbrücken und die Politik auf, die Gewerkschaft an den Gesprächen über eine Zukunftssicherung zu beteiligen", sagte Baumeister. Anfang kommender Woche werde die NGG Gespräche mit dem Insolvenzverwalter aufnehmen.

Video [aktueller bericht, 22.05.2020, Länge: 2:27 Min.]
Schwimmbad „Calypso“ meldet Insolvenz an

Wegbrechende Einnahmen durch Corona

NGG: "Nicht nur für uns kam der Antrag überraschend"
Audio [SR 3, Dorothee Scharner, 22.05.2020, Länge: 02:42 Min.]
NGG: "Nicht nur für uns kam der Antrag überraschend"

Der Betreiber, die Vivamar Betriebsgesellschaft Saarbrücken mbH, hatte am Donnerstag Insolvenzantrag gestellt. Vivamar begründete den Insolvenzantrag mit dem Wegbrechen der Einnahmen durch die Corona-Krise. Seit dem 15. März habe das Bad keinerlei Einnahmen mehr erzielen können, so Geschäftsführer Harald Gabriel in einer schriftlichen Stellungnahme. Gleichzeitig seien die laufenden Kosten weiterhin sehr hoch.

Trotz intensiver Bemühungen habe man kein tragfähiges Zukunftskonzept erarbeiten können. Daher sei der Schritt, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen, unausweichlich geworden. Gabriel bedauere diesen Schritt, besonders mit Blick auf die 130 Mitarbeiter.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken teilte ebenfalls ihr Bedauern über die Situation mit und ist nach eigenen Angaben bemüht, einen Nachfolger zu finden.

Seit März ist das Spaßbad geschlossen. Davon betroffen sind etwa 130 Mitarbeiter.

Über dieses Thema berichtete aktuell im SR Fernsehen am 21.05.2020.

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