Personen gehen mit Mundschutzmaske durch die Innenstadt. (Foto: dpa/picture alliance/Frank Hoermann/SVEN SIMON)

Weitere Corona-Beschränkungen seit Sonntag

  29.11.2020 | 00:00 Uhr

Die neue Corona-Verordnung im Saarland ist seit Sonntag in Kraft. Unter anderem gelten eine verschärfte Maskenpflicht und weitere Kontaktbeschränkungen.

Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutschlandweit nicht deutlich zurückgeht, haben Bund und Länder am Mittwoch die Verlängerung und teilweise Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen beschlossen. Das Saarland hat die Beschlüsse am Freitag in eine neue Verordnung überführt.

Mit der neuen Verordnung wird die Maskenpflicht ausgeweitet. So muss ab sofort auch vor Ladenlokalen sowie auf den dazugehörigen Parkplätzen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Außerdem wird es eine generelle Maskenpflicht für geschlossene Räume, die öffentlich oder im Rahmen des Kundenverkehrs zugänglich sind, geben. Auch in Arbeits- und Betriebsstätten muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, mit Ausnahme des eigenen Arbeitsplatzes, solange der Mindestabstand gewahrt bleibt.

Nicht mehr als fünf Personen

Durch die neue Verordnung soll auch die Zahl der Kontakte reduziert werden. Im öffentlichen wie im privaten Raum dürfen sich nur maximal zwei Haushalte und höchstens fünf Personen treffen. Kinder unter 14 Jahren, die zu einem der beiden Haushalte gehören, sind von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen.

Für Geschäfte, Betriebe, Einrichtungen und Anlagen gelten neue Beschränkungen: Bei einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern ist eine Person pro 10 Quadratmeter zulässig, bei Geschäften mit einer Fläche von über 800 Quadratmetern eine Person pro 20 Quadratmeter. Von dieser Regelung sind Gottesdienste ausgenommen.

Die Ortspolizeibehörden können durch die Verordnung außerdem das Zünden von Pyrotechnik auf belebten Plätzen und Straßen untersagen. Öffentliche Feuerwerke werden verboten.

Allerdings wird sich auch der Landtag noch einmal mit der dann schon zwei Tage gültigen Verordnung befassen. Auf Antrag der Linken findet am Dienstag eine Sondersitzung statt. Dort soll es dann auch noch einmal um die Frage der Beteiligung des Parlaments gehen.

Die bereits Anfang November in Kraft getretenen Beschränkungen bleiben unverändert bestehen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.11.2020 berichtet.

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