Fleisch- und Wursttheke in einem Supermarkt (Foto: IMAGO / Martin Wagner)

Inflationsrate im Saarland steigt auf 7,2 Prozent

  30.05.2022 | 14:25 Uhr

Die Inflation im Saarland hat im Mai noch einmal weiter angezogen. Bei Lebensmitteln nähert sich der Preisauftrieb bereits zweistelligen Werten - insbesondere Fleischwaren, aber auch Butter, Eier und Getreideprodukte sind deutlich teurer als vor einem Jahr.

Für Rind- und Kalbfleisch mussten die saarländischen Verbraucher im Mai durchschnittlich 27,9 Prozent mehr Geld ausgeben als vor einem Jahr. Das teilte das Statistische Landesamt am Montag mit. Auch Geflügelfleisch (+18 Prozent) und Schweinefleisch (+16 Prozent) sind deutlich teurer.

Butter kostet sogar knapp 50 Prozent mehr, Eier knapp 20 Prozent mehr. Und auch Brot und andere Getreideerzeugnisse sind gut zehn Prozent teurer als vor einem Jahr.

Entwicklung knapp unter Höchstwert

Mit 7,2 Prozent war die Inflationsrate im Saarland noch einmal 0,1 Prozentpunkte höher als im April. Sie liegt nur knapp unter dem historischen Höchstwert von 7,3 Prozent im Saarland, der im Oktober 1981 im Rahmen der zweiten Ölkrise gemessen worden war.

Bundesweit verlief die Entwicklung noch rasanter als im Saarland. Hier stieg die Inflationsrate überraschend stark auf 7,9 Prozent.

Heizölpreis fast verdoppelt

Größter Preistreiber sind nach wie vor die Energiepreise: Die Heizölpreise haben sich im Vorjahresvergleich fast verdoppelt, die Gaspreise stiegen um 41,6 Prozent, die Strompreise im Schnitt um 14,9 Prozent. Auch an der Tankstelle zahlen Autofahrer gut ein Drittel mehr als vor einem Jahr.

Vergleichsweise stabil verläuft die Entwicklung bei den Nettokaltmieten - sie stiegen binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent.

Wie wird die Inflationsrate errechnet?

Die Inflation errechnen die Statistiker mithilfe eines repräsentativen Warenkorbes, in dem etwa die Miete, Heizkosten, Einkäufe, Bildungsausgaben, Fahrtkosten und Reisen zu bestimmten Anteilen einfließen. Eine Inflationsrate von 7,2 Prozent bedeutet dabei, dass Verbraucher für einen Warenkorb, der vor einem Jahr 1000 Euro gekostet hat, heute im Schnitt 72 Euro mehr zahlen müssen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.05.2022 berichtet.

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