Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes (Foto: dpa/Carsten Rheder)

Saarländische Industrie warnt vor Kostensteigerungen

Laura Hoffmann   19.09.2020 | 11:06 Uhr

Die Corona-Krise und der Strukturwandel stellen die Metall- und Elektroindustrie im Saarland vor große Herausforderungen. Deshalb warnt der Verband ME Saar vor weiteren Kostensteigerungen, um Arbeitsplätze sichern zu können.

Schon zuvor musste die Metall- und Elektroindustrie sich mit dem Strukturwandel auseinandersetzen. Die Corona-Krise spitzt die Lage nun zu: Lieferketten brachen weltweit zusammen, Aufträge fielen weg und die Produktion hat darunter gelitten.

Der Hauptgeschäftsführer der ME Saar, Martin Schlechter, fordert deshalb, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam Bedingungen schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Beschäftigung zu sichern.

Durch die Pandemie seien die Liquiditätsreserven vieler Unternehmen geschrumpft. Die Corona-Krise hätte den Strukturwandel mit Automatisierung und Digitalisierung beschleunigt. Schlechter mahnt: "Unsere Unternehmen brauchen jetzt Kostensenkungen, keine Kostensteigerungen."

Neue Geschäftsmodelle gefordert

Das Ziel sei die Entwicklung neuer und zukunftsträchtiger Geschäftsmodelle. Die Pandemie habe gezeigt, dass bestehende Strukturen innerhalb kürzester Zeit nicht mehr funktionieren könnten.

Außerdem müssten weitere Belastungen der Unternehmen vermieden werden. Schlechter verweist dabei beispielsweise auf die Vier-Tage-Woche, die zusätzliche Kosten verursachen würde.

Es werde noch viele Jahre dauern, bis das Niveau von Dezember 2018 vor der Rezession wieder erreicht werden könne: "Auch wenn wir aktuell ausgehend von einer sehr niedrigen Basis eine konjunkturelle Erholung sehen, dürfen wir nicht vergessen, welchen Absturz wir innerhalb weniger Monate erlebt haben."

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