Eine Ärztin präpariert eine Spritze mit dem Impfstoff AstraZeneca im Impfzentrum. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Ronny Hartmann)

Hans befürwortet Erleichterungen für Geimpfte

  26.04.2021 | 21:15 Uhr

Menschen, die gegen Corona geimpft oder von der Krankheit genesen sind, sollen nach dem Willen der Bundesregierung zahlreiche Erleichterungen erhalten. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans sieht das als richtigen Weg. Außerdem will der Bund die Impfpriorisierung ab Juni aufgeben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten am Montag, die Regierung werde eine Rechtsverordnung auf den Weg bringen, die Erleichterungen für Geimpfte und Genesene enthalten soll. Für sie soll demnach die Pflicht zur Vorlage eines negativen Schnelltests etwa beim Einkaufen oder dem Frisörbesuch entfallen. Auch die Pflichtquarantäne nach der Einreise aus dem Ausland solle wegfallen.

Debatte über mehr Freiheiten für Geimpfte
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 26.04.2021, Länge: 02:48 Min.]
Debatte über mehr Freiheiten für Geimpfte

Impfpriorisierung soll im Juni fallen

Außerdem soll im Juni die Impfpriorisierung wegfallen, kündigte Merkel an. Das bedeute nicht, dass "dann jeder sofort geimpft werden kann", betonte die Kanzlerin. Doch es könne sich dann jeder um einen Impftermin bemühen.

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hingegen sagte, er halte nichts von einer vollständigen Aufhebung der Priorisierung "solange wir aufgrund mangelnder Impfstoff-Verfügbarkeit nicht allen einen Termin anbieten können, die aufgrund einer Erkrankung oder des beruflichen Umfelds einem besonderen Risiko ausgesetzt sind."

Hans: Geimpfte mit Getesteten gleichstellen

Hans sagte außerdem, die tief gehenden Grundrechtseinschränkungen für geimpfte Bürgerinnen und Bürger anzupassen sei "der richtige Weg". Aber weil man bisher noch nicht allen Menschen ein Impfangebot machen könne, solle man negativ Getestete für die Dauer der Gültigkeit des Tests mit den Geimpften gleichstellen.

Auch die saarländischen Landtagsfraktionen hatten sich am Montag dafür ausgesprochen, Geimpfte und Genesene mit Negativ-Getesteten gleichzustellen. Die Fraktionen betonten dabei allerdings unisono, man könne nicht von Privilegien sprechen, denn "Grundrechte seien keine Privilegien".

Impfquote im Saarland bei 26 Prozent

Im Saarland hat inzwischen rund jeder Vierte mindestens eine Impfung erhalten. Bis Sonntagabend wurden 255.286 Menschen mindestens einmal gemipft. Die Impfquote liegt bei 26 Prozent. Deutschlandweit sind es insgesamt 19,5 Millionen Menschen.

Stand der Impfungen im Saarland:

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.04.2021.

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