Wohngebiet (Foto: dpa)

Immobilienmarkt im Saarland bleibt stabil

Karin Mayer   15.02.2021 | 07:24 Uhr

Der Immobilienmarkt im Saarland trotzt der Corona-Pandemie und ist im vergangenen Jahr stabil geblieben. Laut der LBS Immobilien GmbH konnten ebenso viele Häuser verkauft werden wie 2019. Zudem hätten naturnahe Wohngebiete an Attraktivität gewonnen.

Immobilienmarkt im Saarland trotz Pandemie stabil
Audio [SR 3, Karin Mayer, 15.02.2021, Länge: 00:56 Min.]
Immobilienmarkt im Saarland trotz Pandemie stabil

Zwar gab es im ersten Lockdown im März und April letzten Jahres eine leichte Flaute, ab Mai zog das Immobiliengeschäft aber wieder an, berichtet Markus Ehm, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH. Das Jahresergebnis mit rund 830 verkauften Häusern, Wohnungen und Baugrundstücken liege auf dem Vorjahresniveau.

Stark gefragte Gebiete waren in den letzten Jahren Saarbrücken und Saarlouis: Dort sind die Preise für Eigenheime und Reihenhäuser 2020 zwischen fünf und sieben Prozent gestiegen, bei Eigentumswohnungen in Saarlouis sogar um elf Prozent. Noch deutlicher ist der Preisanstieg in Merzig und Dillingen mit bis zu 14 Prozent. Seit Jahren sind hier zahlungskräftige Luxemburger oder Berufspendler nach Luxemburg auf Immobiliensuche. 

Chance für ländlichen Raum

Saarland, Dreiländereck, Blick von Perl auf die Mosel (Foto: SR/Heitz)
Die Corona-Pandemie verstärkt auch das Interesse an Wonraum auf dem Land

Wegen hoher Preise und knappem Angebot steigt das Interesse an Altbauten im ländlichen Raum. Dieser Trend wird laut Ehm durch die Corona-Pandemie verstärkt. Viele Menschen hätten sich Gedanken über ihre Bedürfnisse beim Wohnen gemacht. Der Erholungswert und naturnahes Wohnen sei stärker geworden. Dadurch hätten naturnahe Wohngebiete an Attraktivität gewonnen, sagte der LBS-Geschäftsführer dem SR. Durch Homeoffice und Homeschooling werde diese Entwicklung verstärkt.

Entscheidend dabei sei auch die Preisentwicklung, sagte Burkhard Blandfort vom Maklerverband IV. Im ländlichen Raum könne man ein Einfamilienhaus für 200.000 Euro kaufen. Allerdings müsse in ländlichen Lagen das Angebot an Kindergärten und Schulen stimmen. 

Beispiel Illingen

Ein Positiv-Beispiel ist die Gemeinde Illingen im Landkreis Neunkirchen. Zeitweise gab es dort über 100 leerstehende Gebäude. Diese Zahl sei inzwischen gesunken, berichtet der Illinger Bürgermeister Armin König. Bereits seit 2017 stellt er fest, dass preiswertere, gebrauchte Immobilien gekauft würden. Entscheidend dafür seien das Kulturangebot, Kitas und Schulen aber auch eine verfügbare schnelle Internetverbindung in Illingen, so König.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.02.2021 berichtet.

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