Zwei Bundespolizisten gehen auf dem Bahnhof auf Streife (Foto: dpa/Uli Deck)

Rund 390 illegale Einreisen ins Saarland

  05.07.2018 | 15:55 Uhr

Im Saarland hat die Bundespolizei in den ersten fünf Monaten des Jahres insgesamt rund 390 illegal eingereiste Menschen registriert. Das teilte ein Sprecher auf SR-Anfrage mit.

Demnach wurden insgesamt 353 Menschen bereits an der Grenze von der Polizei festgehalten, gut 30 waren schon eingereist. Sie wurden den Angaben zufolge etwa an Bahnhöfen oder saarländischen Innenstädten aufgegriffen.

Einreise meist über Frankreich

Fast alle illegal Eingereisten kamen laut Bundespolizei aus Frankreich. Über die deutsch-luxemburgische Grenze seien "vernachlässigbar wenige Menschen" gekommen. Bei den meisten illegal Eingereisten handelte es sich dem Sprecher zufolge um Afghanen, gefolgt von Menschen aus Marokko, Algerien und dem Irak. Die nächstgrößere Gruppe kam demnach aus Eritrea.

Die Rheinische Post hatte zuvor berichtet, dass gut sieben von zehn Flüchtlingen in den ersten Monaten des Jahres nicht aus Österreich eingereist waren, sondern vor allem aus der Schweiz und den Benelux-Staaten. Hintergrund ist der Asylstreit in der Union um mögliche Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 05.07.2018 berichtet.

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