IHK Haus der Saarwirtschaft (Foto: Christine Niessen/SR)

Stimmung in Saar-Wirtschaft verschlechtert

Axel Wagner / Mit Informationen von Karin Mayer und dpa   25.05.2020 | 14:15 Uhr

Die Stimmung in der Saar-Wirtschaft hat sich trotz der bisherigen Corona-Lockerungen weiter verschlechtert. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Saarbrücken hervor.

Der IHK-Umfrage zufolge hat sich vor allem in der Industrie die Lage im April weiter eingetrübt. Rund ein Drittel der befragten rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten bezeichneten die Lage als schlecht, 43 Prozent sehen sie als befriedigend an. Nur 24 Prozent sprachen von einer guten wirtschaftlichen Lage.

Schlüsselbranchen besonders betroffen

Grund dafür sind unterbrochene Lieferketten und eine schwache Auftragslage. Vor allem bei Gießereien und in den Schlüsselbranchen der Saar-Wirtschaft – der Stahlindustrie, dem Fahrzeug- und dem Maschinenbau – sei die Lage „deutlich angespannt“, teilte die IHK mit. Die Umsätze der Industrieunternehmen gingen im ersten Quartal um knapp 13 Prozent zurück.

Für die kommenden sechs Monate aber erwarten die meisten Unternehmen, dass sich die Geschäftslage wieder verbessert. Vor allem die IT Branche und die Logistik sind optimistisch.

IHK fordert runde Tische

Viele andere Branchen erwarten weitere Schwierigkeiten. IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen sieht die Saar-Wirtschaft deshalb vor weiteren schwierigen Monaten. Die Wirtschaft erhole sich nur langsam. Deshalb seien runde Tische zur Vermeidung von Insolvenzen nötig. Die Bundespolitik müsse ein Konjunkturprogramm auf den Weg bringen, das allen Branchen gerecht werde. Darin müsse eine Senkung der Stromsteuer und eine Deckelung der EEG-Umlage enthalten sein.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.05.2020 berichtet.

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