Ein Mann hält ein Transparent mit den Tarifforderungen der IG Metall in der Hand. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Martin Schutt)

IG Metall setzt Warnstreiks fort

Karin Mayer / Onlinefassung: Sandra Schick   25.03.2021 | 18:36 Uhr

Die IG Metall Völklingen verschärft im Tarifstreit für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie den Ton. Die Gewerkschaft hat die Beschäftigten von sieben Betrieben im Raum Dillingen in den Warnstreik gerufen und hat außerdem symbolisch die Streikbereitschaft abgefragt.

Aufgerufen waren rund 800 Beschäftigte der Unternehmen Nemak, Nedschroef, Bartz Werke, DF gelochte Bleche, MHA Zentrgraf und Dürr. Auf dem Gelände des Dillinger Lokschuppens konnten die Beschäftigten ihre Stimme abgeben. Beteiligt haben sich 324 Beschäftigte, sie alle hätten mit Ja abgestimmt, so die IG Metall.

"Kein ernstzunehmendes Angebot"

Der erste Bevollmächtigte Lars Desgranges sagte dem SR, die IG Metall wolle, dass die Beschäftigten mehr Geld in der Tasche haben. Es gebe sowohl Betriebe, in denen es schwierig sei. Es gebe aber auch viele Unternehmen, denen es richtig gut gehe, da wolle die Gewerkschaft etwas vom Kuchen abhaben. Von den Arbeitgebern forderte er ein ernstzunehmendes Angebot.

Der Metallarbeitgeberverband MESaar sieht dagegen die Gewerkschaft in der Pflicht. Die Arbeitgeber hätten bereits ein strukturiertes Angebot vorgelegt und eine Tariferhöhung in Aussicht gestellt. MESaar Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter sagte, die Arbeitgeber seien bereit, mit der IG Metall zu verhandeln. Die Gewerkschaft missbrauche aber das Instrument der Streiks zur Mitgliederwerbung. Dafür fehle ihm das Verständnis.

Vier Prozent mehr gefordert

Die Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Entgeltvolumen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Das Geld soll bei Bedarf zur Beschäftigungssicherung genutzt werden.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.03.2021.

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