Blick in die Produktion der ZF Friedrichshafen AG in Saarbrücken (Foto: Imago Umages/Becker & Bredel)

Arbeitskammer und IG Metall werben für Industriearbeitsplätze

Karin Mayer   01.07.2021 | 20:34 Uhr

Ob in der Stahlindustrie oder im Fahrzeugbau: Die Industrie im Saarland steht vor großen Veränderungen. Durch Klimaschutzvorgaben, höhere CO2-Kosten und neue Antriebe stehen viele Jobs infrage. Die Arbeitskammer und die Transformationswerkstatt der IG Metall haben deshalb eine Kampagne gestartet und vor der Congresshalle demonstriert.

81.000 Industriearbeitsplätze gibt es derzeit im Saarland. Die Arbeit für die Beschäftigten wird sich in den kommenden Jahren verändern. Viele Jobs könnten wegfallen. Der Vorstandsvorsitzende der Arbeitskammer Jörg Caspar wirbt deshalb dafür, die Transformation in Stahl- und Autoindustrie gemeinsam zu gestalten.

Nur wenn Beschäftigte, Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, könne es gelingen, Industriearbeitsplätze zu erhalten, sagt Caspar. Beim Strukturwandel gehe es um die Zukunft aller. Die Kampagne mit dem Titel "Das Gute Morgen" möchte deshalb Gewerkschaften, Politik, Betriebe und Verbände mit ins Boot holen.

Kaufkraft und Steuereinnahmen

Timo Ahr vom Transformationsbüro der IG Metall wirbt dafür, gemeinsam um gut bezahlte Industriearbeitsplätze zu kämpfen. Ohne diese Jobs gehe Kaufkraft verloren, die Steuereinnahmen würden sinken. Er forderte die demokratischen Parteien auf, eine gemeinsame Vision für das gute Morgen entwickeln. Dafür sei eine klare Strategie nötig.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Sendung "Am Nachmittag" am 01.07.2021 berichtet.

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