Symbolbild: Blick in ein Logistikzentrum (Foto: dpa/Bernd Settnik)

IG Metall macht Druck auf Kennametal

  12.08.2019 | 11:53 Uhr

Die Gewerkschaft IG Metall will um die Arbeitsplätze bei Kennametal kämpfen. Das hat Jörg Caspar, erster Bevollmächtiger der IG Metall Neunkirchen, dem SR mitgeteilt. Der US-Werkzeughersteller hatte im Juli angekündigt, sein Vertriebszentrum in Neunkirchen zu schließen.

Gewerkschaft und Betriebsrat haben demnach das Ifo-Institut damit beauftragt, Daten und Fakten zu den Geschäften des US-Werkzeugherstellers zu sammeln. Mit Plakaten und Flugblättern soll in den kommenden Wochen vor dem Werk auch die Öffentlichkeit über die Schließungspläne informiert werden.

Außerdem wurde eine öffentliche Gruppe im Nachrichtendienst Whatsapp eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 0170/5204701 erreichbar. Auch dort sind die Protestplakate und –Flugblätter abrufbar.

80 Arbeitsplätze auf der Kippe

Vertreter der IG Metall wollen Ende des Monats außerdem an der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung des US-Unternehmens in Nürnberg teilnehmen, um gegen die geplante Schließung vorzugehen. Caspar sagte dem SR, kampflos gebe man die Standorte und ihre Arbeitsplätze nicht auf.

Der US-Werkzeughersteller Kennametal hatte Mitte Juli angekündigt, sein Distributionszentrum in Neunkirchen zu schließen - ebenso die beiden Produktionsstandorte in Essen und Lichtenau. In Neunkirchen sind zurzeit circa 80 Mitarbeiter beschäftigt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 12.08.2019 berichtet.