Ein gedeckter Tisch in einem Restaurant (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Matthias Bein)

Saarland setzt Hotel- und Gastro-Förderung fort

Mit Informationen von Carolin Dylla   06.07.2021 | 15:11 Uhr

Die Landesregierung will Hotels und Gastronomiebetriebe im Saarland auch weiterhin finanziell unterstützen. Die bisher vorgesehenen drei Millionen Euro an Zuschüssen sind nach den Worten von Wirtschaftsministerin Rehlinger bereits ausgeschöpft. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich bisher auf sechs Millionen Euro.

Aus Sicht von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) kann sich die Bilanz des Sonderkonjunktur-Programms für Gastronomie und Hotels sehen lassen. 52 Anträge aus allen saarländischen Landkreisen wurden eingereicht, insgesamt sechs Millionen Euro investiert. Die Hälfte davon waren Zuschüsse aus der Landeskasse.

DEHOGA: "Es ist ein sehr gutes Investitions-Programm"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi, 06.07.2021, Länge: 03:29 Min.]
DEHOGA: "Es ist ein sehr gutes Investitions-Programm"

Rehlinger: Hilfen wichtig im Wettbewerb

Den größten Anteil erhielt der Kreis Merzig-Wadern mit 1,7 Mio. Euro. Jeweils 1,2 Mio. gingen an den Saar-Pfalz-Kreis und den Regionalverband Saarbrücken. Der Kreis Neunkirchen erhielt 700.000 Euro, die Landkreise St. Wendel und Saarlouis jeweils 600.000 Euro.

Die Hilfen waren laut Rehlinger nicht zuletzt wichtig, um die saarländischen Betriebe für den Wettbewerb der Bundesländer um Touristen aus Deutschland gut aufzustellen. „Die große Resonanz zeigt, dass die Branche wieder auf Zukunftsinvestitionen setzt. Das wurde hervorragend angenommen und wird sich bezahlt machen.“

Fortsetzung mit EU-Unterstützung

Nun soll dieses Programm weiterlaufen – finanziert mit Geld aus dem EU-Aufbauprogramm REACT, das die Pandemie-Folgen abfedern soll. Insgesamt stehen hierfür ab dem Herbst dieses Jahres 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Damit Betriebe aber ab sofort Anträge stellen können, überbrückt das Land mit knapp zwei Millionen, die aber später mit den EU-Mitteln verrechnet werden. „Wir stellen sicher, dass möglichst viele Betriebe zum Zuge kommen und fördern Vorhaben, die eine spürbare Verbesserung der Betriebsstätte bewirken“, so Rehlinger.

Förderfähig sind Investitionen ab 20.000 Euro. Die Hälfte davon müssen die Firmen tragen, die andere Hälfte das Land. 30 Prozent der Gelder müssen dabei in Maßnahmen für Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit oder Digitalisierung fließen.

Wer ist berechtigt?

Anträge stellen können kleine und mittlere Unternehmen aus dem Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe mit Betriebsstätte im Saarland, die schon 2019 am Markt tätig waren oder im Zuge der Pandemie stillgelegt wurden. Sie müssen mindestens 1,5 Vollzeitmitarbeiter beschäftigten. Die Investition muss mindestens 20.000 Euro netto betragen, wovon dann 10.000 Euro durch den Antragsteller getragen werden müssen. Die maximal förderfähige Investitionssumme liegt bei 200.000 Euro netto.

Sondernkonjunkturprogramm für Hotel- und Gastrobereich wird fortgesetzt
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 06.07.2021, Länge: 01:17 Min.]
Sondernkonjunkturprogramm für Hotel- und Gastrobereich wird fortgesetzt

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 06.07.2021 berichtet.

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