Ein Mann sitzt vor einem Computer im Homeoffice (Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)

Mehr als ein Viertel arbeitet im Homeoffice

Axel Wagner / Mit Informationen von Yvonne Schleinhege   06.05.2021 | 15:21 Uhr

Es zeichnet sich immer stärker ab: Homeoffice wird auch nach der Corona-Pandemie ein wichtiger Teil der Arbeitswelt sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung im Auftrag der Arbeitskammer des Saarlandes. Mehr als ein Viertel aller Beschäftigten nutzt es bereits. Doch die Kammer sieht noch Nachbesserungsbedarf.

Das Arbeiten von zuhause aus hat während der Corona-Pandemie stark zugenommen und wird voraussichtlich auch danach normaler Teil der Arbeitswelt sein. Das geht aus der zweiten Homeoffice-Umfrage der Beratungsstelle BEST im Auftrag der Arbeitskammer hervor. Dafür hat sie Interessenvertreter von 131 Saarländischen Betrieben befragt.

Video [aktueller bericht, 06.05.2021, Länge: 3:35 Min.]
Trend zum Homeoffice auch nach der Pandemie wahrscheinlich

Firmen haben sich eingestellt

Homeoffice - auch nach Corona ein Arbeitsmodell
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 06.05.2021, Länge: 00:51 Min.]
Homeoffice - auch nach Corona ein Arbeitsmodell

Mittlerweile arbeiten 25,5 Prozent aller Beschäftigten zumindest teilweise von zuhause aus – das sind 70,4 Prozent der Arbeitnehmer, deren Arbeit für Homeoffice geeignet ist. Gegenüber der Zeit vor der Pandemie hat sich die Zahl der von zuhause aus Arbeitenden versechsfacht. Auch die Unternehmen haben sich inzwischen auf mehr Homeoffice eingestellt, zumindest was die Infrastruktur angeht.

Bei der Befragung im vergangenen Sommer hatte noch der überwiegende Teil der im Homeoffice Arbeitenden die private Büroausstattung genutzt. Das hat sich in der März-Befragung geändert. Nach Angaben von Arbeitnehmervertretern wird in 69,4 Prozent der Fälle die betriebliche IT-Ausstattung genutzt. Handys und Büroausstattung sind allerdings auch weiterhin überwiegend privater Herkunft.

Taskforce kontrolliert Arbeitsschutz

Nachbesserungsbedarf sieht die Arbeitskammer insbesondere in Sachen Arbeitsschutz. Die Vorschriften, etwa in puncto Arbeitszeiten, Pausen oder Feiertagsschutz gelten auch für Beschäftigte im Homeoffice. Dafür brauche es verbindliche Regelungen, so Arbeitskammer-Geschäftsführerin Beatrice Zeiger.

Im Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) kontrolliert eine Taskforce Corona die Einhaltung der Arbeitsschutzregeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort gehen Beschwerden nach, beraten und überwachen die Umsetzung der Vorgaben vor Ort. Bislang gab es im Bereich Homeoffice allerdings nur wenige Verstöße.

„Für einen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden gibt es auch nach der Pandemie viele gute Gründe. Wir unterstützen dies, vorausgesetzt, die Arbeitsschutzstandards werden beachtet“, sagte Staatssekretär Sebastian Thul. Bei Problemen könnten sich Beschäftigte vertraulich melden.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Rundschau vom 06.05.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja