Visualisierung Schloss-Terrassen Homburg, Innenansicht (Foto: DI-Gruppe/ Kplus-Konzept)

Pläne zu Homburger Shopping-Center geplatzt

mit Informationen von Steffani Balle   19.12.2018 | 18:28 Uhr

Das geplante Einkaufszentrum auf dem Enklerplatz in Homburg wird nun doch nicht gebaut. Das teilte der Investor, die DI-Gruppe aus Düren, am Vormittag völlig überraschend mit. Grund für den Rückzug sei eine zu lange Verzögerung des Bauvorhabens.

Homburg: Aus für Shopping Center
Audio [SR 3, (c) Dorothee Scharner, 19.12.2018, Länge: 04:12 Min.]
Homburg: Aus für Shopping Center
SR-Moderatorin Dorothee Scharner hat über das Aus mit dem Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) gesprochen.

Grundstückskauf und Baugenehmigung hatten schon über vier Jahre gedauert. Derzeit ist eine Klage der Nachbarstadt St. Ingbert anhängig. Für deren Verhandlung hat das Oberverwaltungsgericht Saarlouis nach Auskunft des DI-Unternehmenssprechers noch keinen Termin angesetzt. Weil auch das Ende eines möglichen Prozesses völlig offen ist, müsse das Unternehmen jetzt die Reißleine ziehen.

„Das Normenkontrollverfahren, das die Stadt St. Ingbert gegen den Bebauungsplan angestrebt hat, lag nicht in unseren Händen“, sagte der Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind dem SR. „Das hat sicherlich gerade in den letzten eineinhalb Jahren doch deutliche Verzögerungen hineingebracht.“

Investitionssumme von 90 Millionen Euro

Video [aktueller bericht, 19.12.2018, Länge: 2:31 Min.]
Shoppingcenter in Homburg wird nicht gebaut

Der Investor wollte am Enklerplatz in der Homburger Innenstadt ein Einkaufszentrum mit etwa 16.500 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Auf drei Ebenen sollten zwischen 75 und 85 Ladeneinheiten Platz finden. Insgesamt war eine Investitionssumme von etwa 90 Millionen Euro veranschlagt, so der Sprecher. Einen hohen siebenstelligen Betrag habe man schon in die Planung gesteckt, die seien jetzt wohl weg.

Oberbürgermeister Schneidewind will jetzt nach vorne schauen. Wie es jetzt am Enklerplatz weitergeht, ist allerdings völlig offen. Für Alternativen sei es noch zu früh, so Schneidewind. Außerdem sei man auf die anderen Grundstückseigentümer angewiesen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 19.12.2018 berichtet.

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