Das Rathaus in Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Autobahnanschluss soll Bürger entlasten

Patrick Wiermer   14.12.2018 | 08:00 Uhr

Der Anschluss Homburg-Ost an die A6 wird in der Kreisstadt und vor allem in seinen Ortsteilen seit Jahren heiß diskutiert. Am Donnerstag musste sich der Rat mit der Frage befassen, wie der neue Anschluss aussehen soll. Und er musste zwischen zwei Varianten entscheiden.

Streit um Autobahnanschluss in Homburg und Bexbach
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 14.12.2018, Länge: 03:08 Min.]
Streit um Autobahnanschluss in Homburg und Bexbach

Am Ende entschied sich der Homburger Stadtrat für "Variante 2". Sie soll rund neun Millionen Euro kosten. Ihr Weg führt über eine neue Straße mitten durch den Erbacher Wald. Zwei Ratsmitglieder enthielten sich jedoch bei der Abstimmung, die Fraktion der Linken nahm erst gar nicht teil. Sie forderte ein Moratorium, also eine Aufschiebung der Entscheidung zwischen den beiden Varianten.

Bürger sollen entlastet werden

Die Gegner der "Variante 2", die Fraktion der Grünen und drei SPD-Mitglieder, befürchten vor allem große Schäden für die Natur. Außerdem sei sie nicht so schnell umzusetzen. Die Befürworter, darunter die CDU und Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD), erhoffen sich, dass insgesamt mehr Bürger von Verkehr, Lärm und Dreck entlastet werden können.

Kleinottweiler
Streit um Autobahnanschluss
Die Bürgerinitiative Kleinottweiler kämpft seit Jahren dafür, dass der Bau des neuen Autobahnanschlusses an der A6 nicht zu mehr Verkehr in ihrem Ort führt. Doch das Planfeststellungsverfahren sieht vor, dass es mit dem Bau losgehen soll, ohne dass es eine Entlastung durch die Anschlussstelle Homburg Ost gibt – denn die ist noch immer nicht geplant. Nun will der Stadtrat von Bexbach entscheiden, ob er deshalb Klage gegen das Verfahren einreicht.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau am 14.12.18 berichtet.

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