Miete in Zeiten der Coronakrise (Foto: Tobias Hase/dpa)

Mieten im Saarland stark gestiegen

  21.01.2021 | 10:55 Uhr

Die Angebotsmieten im Saarland sind seit 2015 deutlich gestiegen. Die aktuell höchsten Quadratmeterpreise gibt es in Merzig-Wadern und dem Regionalverband. Gleichzeitig hat sich der Bestand an Sozialwohnungen innerhalb von fünf Jahren fast halbiert.

Die Neumieten für Wohnungen sind im Saarland seit dem Jahr 2015 von durchschnittlich 5,90 Euro je Quadratmeter auf 6,70 Euro im Jahr 2019 gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 13,4 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage.

Besonders stark sind demnach die Mieten im Landkreis Merzig Wadern gestiegen – um fast 20 Prozent mehr seit 2015. Auch im Saarpfalz-Kreis gab es einen starken Anstieg von rund 16 Prozent. Dahinter folgen Saarlouis (14 Prozent) und Neunkirchen (13 Prozent).

Die höchsten Quadratmeterpreise hatte im Jahr 2019 demnach der Landkreis Merzig-Wadern mit einem durchschnittlichen Preis von 7,06 Euro. Dahinter folgt der Regionalverband Saarbrücken mit 6,87 Euro und der Saarpfalz-Kreis mit 6,78 Euro.

Nur noch halb so viele Sozialwohnungen

Während der Bestand an Sozialwohnungen im Saarland im Jahr 2015 noch bei 1100 lag, waren es 2019 nur halb so viele. In den vergangenen beiden Jahren hat das Bauministerium zwar wieder deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum gefördert. Für den saarländischen FDP-Bundestagsabgeordneten Oliver Luksic ist das aber nicht genug: Der Mangel sei weiter da, die von der Landesregierung propagierte Trendwende bislang nicht erkennbar.

Damit auch das Bauen wieder günstiger wird, fordert er unter anderem eine Verkürzung von Genehmigungsfristen und ein Baulückenkataster-Amt wie es beispielsweise die Stadt Zweibrücken hat.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.01.2021 berichtet.

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