Blick in einen leeren Bus (Foto: imago images / Sven Lambert)

Corona kostet ÖPNV bis zu 15 Millionen Euro

  25.11.2020 | 13:57 Uhr

Die saarländischen Verkehrsunternehmen rechnen aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr mit Einnahmeverlusten in Höhe von 15 Millionen Euro. Die Politik hat für die Betriebe einen Rettungsschirm gespannt.

Von Januar bis September 2020 seien 6,27 Millionen Personen weniger befördert worden, teilte der saarländische Verkehrsverbund SaarVV mit. Das entspreche einem Rückgang von rund zwölf Prozent und einem Einnahmeverlust von rund 10,71 Millionen Euro. Insgesamt werde sich das Minus im gesamten Jahr wohl auf etwa 15 Millionen Euro summieren.

Fast fünf Millionen Minus bei der Saarbahn

Nach Angaben der Saarbrücker Stadtwerke werden alleine bei der Saarbahn für das laufende Jahr Einnahmerückgänge von etwa 4,6 Millionen Euro erwartet. Das Unternehmen müsse zudem pandemiebedingte Mehrkosten von rund 400.000 Euro für zusätzliche Hygienemaßnahmen wie Spuckschutz, Desinfektionsspender oder die wöchentlichen Aerosolreinigungen tragen.

Um die Verluste aufzufangen, hat die Landesregierung am Mittwoch beschlossen, den Corona-Schutzschirm für ÖPNV-Unternehmen bis Ende März zu verlängern. Die Verlängerung des Schutzschirms kostet das Land laut Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) zusätzliche acht Millionen Euro. Dazu kommen weitere zwei Millionen, um mindestens bis zu den Osterferien 2021 mehr Schulbusse einsetzen zu können.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.11.2020 berichtet.

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