Auf einem Kontoauszug ist das Wort «Dispositionskredit» rot markiert (Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Weiterhin hohe Dispozinsen bei vielen Banken

  15.07.2020 | 12:36 Uhr

Trotz der dauerhaften Niedrigzinsen verlangt mehr als die Hälfte der Banken und Sparkassen von ihren Kunden nach wie vor über zehn Prozent für Dispo-Kredite. Das berichtet das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus unter Berufung auf eine aktuelle Untersuchung von Finance Watch Deutschland.

Bei einer Erhebung der Organisation bei über 1200 Geldinstituten mit 3400 Kontenmodellen hätten 52 Prozent mehr als zehn Prozent Dispo-Zinsen verlangt. Der Vorsitzende der Organisation, der frühere Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick, sagte gegenüber Plusminus, es sei "extrem ärgerlich, wenn Banken so hohe Zinssätze auf den Dispokredit verlangen".

Gerade jetzt in der Krise, wo viele Menschen unverschuldet einen erhöhten Geldbedarf hätten, sei es nicht verantwortungsvoll, von der schwierigen Situation zu profitieren.

Bis zu 13,25 Prozent Dispo-Zins

Zu den Spitzenreitern bei den Dispo-Zinsen gehörten die Deutsche Bank in Frankfurt (BestKonto) mit 10,9 Prozent, die Targo Bank in Düsseldorf mit ihrem Plus Konto (12,43 Prozent) und die Raiffeisenbank Anger mit 13,25 Prozent.

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Die Themen u. a.: Welche Rechte haben Kunden, wenn eine Reise wegen Corona storniert werden muss? Zu hohe Dispokredit-Zinsen für Kunden in der Corona-Krise, welche Auswirkungen haben Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie für die Qualität von Fleisch und ist Wasserstoff wirklich der Energieträger der Zukunft?

Mehr dazu am 15.07.2020 um 21.45 Uhr im ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus im Ersten - dieses Mal vom Saarländischen Rundfunk.

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