Campus-Center der Universität des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Viele Studenten-Anträge auf Coronahilfe abgelehnt

Thomas Braun   07.10.2020 | 14:57 Uhr

Im Saarland ist mehr als die Hälfte der studentischen Anträge auf die Corona-Überbrückungshilfe des Bundes abgelehnt worden. Meist konnte keine pandemiebedingte Notlage nachgewiesen werden.

Rund 1700 Anträge hatten Studierende im Saarland zwischen Juni und September gestellt. 974 davon seien abgelehnt worden, teilte das Studentenwerk im Saarland auf SR-Anfrage mit. Am häufigsten wurden die Anträge zurückgewiesen, weil "keine pandemiebedingte Notlage nachgewiesen werden" konnte, so eine Sprecherin des Studentenwerkes. Das bedeute zwar nicht unbedingt, dass die Betroffenen keine Geldnot gehabt hätten - die Notlage habe dann aber bereits vor der Pandemie bestanden. Bundesweit wurden nach einem Bericht der Zeitungen der Funke-Mediengruppe 36 Prozent der Anträge abgelehnt.

477 der Antragssteller im Saarland erhielten die Förderhöchstsumme von 500 Euro, weitere 126 bekamen 400 Euro. Da die Förderung jeden Monat neu beantragt werden musste, ist unklar, wie viele Studierende letztlich im Saarland unterstützt wurden. Die Gesamtfördersumme im Saarland lag bei 317.200 Euro.

Förderung ausgelaufen

Studierende konnten für die Monate Juni bis September eine Überbrückungshilfe beim zuständigen Studentenwerk beantragen. Das Bundesbildungsministerium weist nach Auslaufen der Zuschüsse auf den weiterhin möglichen Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau hin.

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