Jörg Hofmann (Foto: dpa/Alexander Heinl)

IG-Metall-Chef Hofmann bei ZF

Karin Mayer   02.05.2019 | 14:11 Uhr

Der Bundeschef der Gewerkschaft IG Metall, Jörg Hofmann, hat das ZF-Werk in Saarbrücken besucht. Hofmann warnte, Unternehmen beschäftigten sich zu wenig mit den Veränderungen durch Digitalisierung und Klimapolitik. Fast jeder zweite Betrieb sei nicht vorbereitet. Bei ZF in Saarbrücken dagegen setze man zum Beispiel auf die Hybrid-Technologie, um zukunftssicher zu sein.

Am Rande seines Besuchs bei ZF in Saarbrücken sagte Hofmann, Unternehmen müssten sich jetzt über die Geschäftsmodelle der Zukunft Gedanken machen. Veränderungen seien ohne zusätzliche arbeitsmarktpolitische Hilfen nicht zu schaffen.

Video [aktueller bericht, 02.05.2019, Länge: 3:09 Min.]
IG-Metall Vorsitzender Hofmann besucht Saarbrücker ZF-Werk

Die IG Metall fordert deshalb ein Transformationskurzarbeitergeld. Es soll an Unternehmen gezahlt werden, wenn alte Produkte auslaufen, neue aber noch nicht verfügbar sind. Diese Zeit müssten die Unternehmen zur Qualifizierung ihrer Mitarbeiter nutzen.

IG Metall-Chef Hofmann besucht ZF
Audio [SR 3, Karin Mayer, 02.05.2019, Länge: 03:47 Min.]
IG Metall-Chef Hofmann besucht ZF

ZF habe gerade in Saarbrücken eine richtige Entscheidung getroffen und rechtzeitig in eine Zukunftstechnologie investiert. Das solle beispielhaft für andere Zulieferer und Hersteller sein, sagte Jörg Hofmann im SR-Interview. Jetzt gehe es darum, in Arbeitsplätze zu investieren, die auch in Zukunft Bestand hätten.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 02.05.2019 berichtet.

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