Blick auf die Mosel (Foto: dpa/Harald Tittel)

Hoffnung auf schnelleren Ausbau der Moselschleusen

Karin Mayer    17.11.2019 | 11:03 Uhr

Nachdem die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) jahrelang auf Sparkurs gefahren ist, gibt es erstmals die Chance auf einen schnelleren Ausbau der Moselschleusen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dafür zusätzliche Stellen genehmigt.

Durch die neuen Stellen erhofft sich Isolde Ries vom Interregionalen Parlamentarierrat nun einen schnelleren Ausbau der Moselschleusen. Dem SR sagte sie, der Ausbau der Moselschleusen sei überfällig. Innerhalb von 16 Jahren sei es in Deutschland gerade einmal gelungen, zwei von zehn Schleusen zu erneuern. Im Mai 2020 soll eine Schleuse bei Trier in Betrieb genommen werden. Der Ausbau der Wasserstraße sei ökologisch und ökonomisch sinnvoll.

100 zusätzliche Stellen ab 2020

Ab 2020 können die zuständigen Ämter insgesamt 100 zusätzliche Stellen aufbauen. Sowohl die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung als auch die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz und die Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe bekommen dann Verstärkung. Sie sollen den Erhalt und den Ausbau der Wasserstraßen vorantreiben.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt, Jens Schwanen, erklärte, dadurch könne auch der Ausbau und die Sanierung von Schleusen in Angriff genommen werden.

Laut aktueller Planung soll der Ausbau der Moselschleusen 2036 abgeschlossen sein. 

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 17.11.2019 berichtet.

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