Panzer in HIL-Werkshalle in St. Wendel (Foto: SR)

Hunderte neue Arbeitsplätze bei HIL möglich

Christoph Grabenheinrich   17.09.2019 | 13:00 Uhr

Rund um das St. Wendeler Heeresinstandsetzungswerk (HIL) der Bundeswehr könnten Hunderte neue Arbeitsplätze entstehen. Nachdem die Privatisierung des Werkes wegen fehlender Mehrheit im Bundestag vom Tisch ist, wird nun ein Kooperationsmodell mit der Waffenindustrie diskutiert.

Gedacht wird an eine Art Industriepark, in dem die HIL und Rüstungsfirmen Hand in Hand arbeiten würden. Der Betriebsrat der HIL hat das Konzept über die Task Force, die eigentlich den Verkauf des Werkes umsetzen sollte, bereits ins Verteidigungsministerium lanciert. Dort halte man es vergaberechtlich für machbar, die Umsetzung für wünschenswert.

Video [aktueller bericht, 17.09.2019, Länge: 3:51 Min.]
Mögliche Kooperation zwischen HIL und Waffenindustrie

HIL würde Produktionshallen anmieten

Kollegengespräch: "Der Betriebsrat hat ein altes Konzept nochmal hervorgeholt"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Siegfried Lambert/Christoph Grabenheinrich, 17.09.2019, Länge: 03:27 Min.]
Kollegengespräch: "Der Betriebsrat hat ein altes Konzept nochmal hervorgeholt"

Dem Plan zufolge könnte eine der drei Firmen, die im Rahmen des nun hinfälligen Privatisierungsprozesses Angebote abgegeben haben, nun doch das Gelände des Instandsetzungswerkes erwerben, um sich dort anzusiedeln. Die HIL würde eventuell verkleinert, bliebe aber bestehen und würde Produktionshallen anmieten. Je nachdem, welche Firma zum Zug käme, könne es um bis zu 1500 Arbeitsplätze gehen, so der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der HIL GmbH, Mathias Moseler.

Drei Rüstungsunternehmen hatten Angebote für das Werk in St. Wendel abgegeben: Kraus-Maffai-Wegmann betreibt bereits ein Werk in Freisen, das in den Industriepark eingebunden werden könnte. Außerdem hatten Rheinmetall und Flensburger Fahrzeugbau (FFG) Interesse bekundet. Die SPD, die eine komplette Privatisierung zuletzt abgelehnt hatte, kann sich das Kooperationsmodell durchaus vorstellen.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten des SR vom 17.09.2019 berichtet.

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