Lutz Hecker von der AfD. (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

Hecker tritt nicht mehr als AfD-Vize an

mit Informationen von Uli Hauck   01.02.2019 | 10:18 Uhr

Der stellvertretende Landesvorsitzende der AfD im Saarland, Lutz Hecker, wird künftig nicht mehr dem Landesvorstand angehören. Der 49-Jährige wird beim AfD-Parteitag am Sonntag in Quierschied nicht mehr kandidieren.

Der Landtagsabgeordnete Hecker zieht sich zurück. Die beiden anderen AfD-Landtagsabgeordneten, Josef Dörr und Rudolf Müller, wollen erneut für Parteivorsitz und Stellvertreterposten kandidieren. Auf Parteiebene gehen die drei Landtagsabgeordneten künftig also unterschiedliche Wege. Im Landtag will Lutz Hecker aber weiter Mitglied der AfD-Fraktion bleiben, ebenso will er seinen Posten als Kreisvorsitzender Saarpfalz weiter wahrnehmen.

Wirth will ebenfalls nicht kandidieren

Der 80-jährige Landtagsfraktionschef Dörr ist seit 2015 auch Parteichef der Saar-AfD. Trotz parteiinterner Kritik an seinem Führungsstil will er zwei weitere Jahre im Amt bleiben. Dörrs Gegner bemängeln seinen Führungsstil. Sie werfen ihm unter anderem vor, dass er kritische Kreisverbände unterdrücke. Der saarländische AfD-Bundestagsabgeordnete Christian Wirth, ebenfalls ein Dörr-Kritiker, wird in Quierschied nicht für ein Parteiamt kandidieren. Aus seiner Sicht sei an den Mehrheitsverhältnissen für Dörr derzeit nichts zu ändern.

Aufgrund der internen Machtstrukturen ist der saarländische Landesverband nach SR-Informationen weiterhin Untersuchungsfall im AfD-Bundesvorstand. Das Landesschiedsgericht in NRW beschäftigt weiterhin ein Parteiausschlussverfahren gegen den Landesvorsitzenden Dörr.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 01.02.2019 berichtet.

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