Tischtennis (Foto: SR)

Nach Durchsuchungen: FCS TT weist Vorwürfe zurück

Thomas Gerber   07.11.2018 | 16:00 Uhr

Nach den Hausdurchsuchungen hat der 1. FC Saarbrücken Tischtennis den Vorwurf der Steuer- und Abgabenhinterziehung zurückgewiesen. Ein Vereinssprecher sagte dem SR, der Vorwurf der Scheinselbstständigkeit von Spitzenspieler Patrick Franziska treffe nicht zu.

Franziska selbst sei nicht Beschuldigter, betont die Staatsanwaltschaft auf SR-Anfrage. Auch bestehe kein direkter Zusammenhang zum LSVS-Skandal. Nur der, dass für Franziska 90.000 Euro aus dem sogenannten Verstärkungsfonds von Saartoto an den FCS geflossen waren. Bei den Ermittlungen geht es um den Vorwurf der "Scheinselbständigkeit". Obwohl Franzsika quasi Angestellter des Vereins sei, habe der FCS Tischtennis weder Lohnsteuern noch Sozialabgaben abgeführt. Um welche Summen es dabei geht, ließ die Staatsanwaltschaft offen.

Verein weist Vorwürfe zurück

Der Verein wies die Vorwüfe unterdessen zurück. Franziska sei keineswegs "abhängig beschäftigt" sondern unabhängiger Einzelunternehmer und könne frei entscheiden wann und wo er trainiert und an welchen Spielen er teilnehme. Wobei der FCS-Sprecher allerdings einräumte, dass Franzsika in der vergangenen Saison bei nahezu allen Spielen an der Platte stand. Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sehe man dennoch gelassen entgegen. Auch für die anderen Spitzenspieler würden ähnliche Regelungen wie für Franziska gelten, Angestellte gebe es beim FCS Tischtennis keine.

Video [aktueller bericht, 06.11.2018, Länge: 1:21 Min.]
Durchsuchungen beim 1. FC Saarbrücken Tischtennis

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte am Dienstagabend im Umfeld des 1. FC Saarbrücken Tischtennis zahlreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.11.2018 berichtet.

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