Ein Telefon liegt auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Foto: IMAGO / Fotostand)

Hausärzteverband befürwortet telefonische Krankschreibung

  04.08.2022 | 19:31 Uhr

Wer krank ist, kann sich bei Atemwegserkrankungen bis mindestens Ende November wieder telefonisch Krankschreiben lassen. Darauf hat sich der gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken geeinigt. Der Saarländische Hausärzteverband begrüßt das Verfahren.

Vorerst bis 30. November müssen Erkrankte bei einer Krankschreibung wegen Atemwegsinfektionen nicht mehr in die Praxis kommen. Ebenfalls möglich ist eine einmalige Verlängerung per Telefon um sieben Tage.

Ärzte entscheiden dann, ob eine telefonische Krankschreibung vertretbar ist. „Das ist genau unser Vorschlag gewesen“, sagte dazu Michael Kulas, Vorsitzender des saarländischen Hausärzteverbandes, dem SR. Diese Regelung sei im Sinne der Hausärzte. „Das ist eine Forderung, die wir schon lange gestellt haben.“

Neue Infektionsketten vermeiden

Mit der Regelung sollen volle Arztpraxen und damit die Entstehung von neuen Infektionsketten vermieden werden. Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung war während der Corona-Pandemie eingeführt worden, aber zum 31. Mai dieses Jahres ausgelaufen.

Die Krankenkasse DAK fordert die telefonische Krankschreibung als Dauerlösung. Der Sozialverband VdK begrüßte die Wiedereinführung.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.08.2022 berichtet.

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