Regierungschef des Saarlandes besuchte die rheinische Landessynode (Foto: ekir.de/Hans-Jürgen Vollrath)

Hans sieht echten Frieden in weiter Ferne

epd   07.01.2019 | 18:13 Uhr

Die biblische Jahreslosung für das Jahr 2019 lautet "Suche Frieden und jage ihm nach". Doch von echtem Frieden sei die Gesellschaft noch weit entfernt, glaubt der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Vor der rheinischen Landessynode in Bad Neuenahr forderte er darum mehr Bemühen um Gerechtigkeit.

Wörtlich sagte Hans: "Frieden, das ist eine Situation, in der der Mensch und das zwischenmenschliche Miteinander sich so gestalten, dass es jedem einzelnen Menschen gutgeht. Im Jahr 2019 werden wir weit davon entfernt sein." Es gebe viele gesellschaftliche Konflikte, Menschen fühlten sich nicht gesehen oder nicht ausreichend respektiert. Als Beispiele mangelnder Gerechtigkeit nannte Hans Familien, die sich nicht mehr selbst durch Arbeit ernähren könnten, junge Paare, die keinen Kita-Platz fänden oder Menschen im ländlichen Raum, die sich abgehängt fühlten.

Jugend als Vorbild

Laut Hans muss jeder Einzelne sich dafür einsetzen, dass die Welt heiler, ganzer und gerechter wird. Der CDU-Politiker hob die besondere Rolle junger Menschen hervor. Ihr Elan, ihre Schaffenskraft und ihr zukunftsgewandtes Denken könnten helfen, den Nährboden für den "zornigen Zynismus der Populisten" trockenzulegen. Dieses Denken müssten sich alle Generationen zu eigen machen. "Wir stehen alle in einer großen Verantwortung - sowohl in der Politik als auch im gesellschaftlichen Bereich, in der Kirche", sagte Hans vor dem rheinischen Kirchenparlament.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 07.02.2019 berichtet.

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