Tobias Hans (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

Hans schließt Verzögerung bei Lockerung nicht aus

  30.03.2021 | 06:35 Uhr

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt eine Verzögerung der geplanten Corona-Lockerungen im Saarland nicht mehr aus. Auf Twitter machte Hans am Montagabend deutlich, dass das exponentielle Wachstum einer dritten Welle den geplanten Start des Saarland-Modells am 6. April gefährden könnte. Es solle aber auf jeden Fall kommen.

Eine Einordnung der saarländischen Corona-Zahlen
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger/Thomas Braun, 30.03.2021, Länge: 04:01 Min.]
Eine Einordnung der saarländischen Corona-Zahlen

"Die Menschen wollen Perspektive; sind bereit, dafür was zu tun und weiter zurückhaltend zu sein", schrieb Hans auf Twitter. "Selbst wenn wir wegen exponentiellem Wachstum einer 3. Welle nicht zum 6.4. starten könnten - das #SaarlandModell wird kommen. Mehr Tests, mehr Impfen, mehr App, mehr Freiheit, mehr Umsicht."

Die Landesregierung hatte vergangenen Donnerstag Pläne für Öffnungen vorgestellt, die mit ausgedehnten Tests einhergehen sollen. Bedingung dafür sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz stabil bei unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liege.

Hans kritisierte zugleich den Vorstoß von Bundeskanzlerin Merkel, Kompetenzen der Länder in der Pandemie notfalls auf den Bund zu übertragen.

Bundesweite Kritik

Zuletzt waren die Infektionszahlen auch im Saarland wieder angestiegen. Laut Gesundheitsministerium lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bei 81. Nach der Ankündigung des sogenannten Saarland-Modells hatte es daran bundesweit zum Teil scharfe Kritik gegeben, auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, sagte sie am Sonntag in der Talksendung "Anne Will" im Ersten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 29.03.2021 berichtet.

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