Jean Rottner und Tobias Hans vor dem neueröffneten Büro in Paris (Foto: SR Fernsehen)

Hans und Rottner werben für stärkere Zusammenarbeit

Carolin Dylla / Onlinefassung: Sandra Schick   15.04.2020 | 09:03 Uhr

Ministerpräsident Tobias Hans und der Präsident der Region Grand Est Jean Rottner haben für eine stärkere Zusammenarbeit nach der Corona-Krise geworben. In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärten sie, die derzeitige Situation sei eine Ausnahme, die nicht zur Regel werde.

In ihrem Beitrag räumen die Autoren ein, dass die Entscheidung zur Grenzschließung in Frankreich für Irritationen und Verletzungen gesorgt hat. Gleichzeitig habe der Umgang Frankreichs mit der Pandemie - insbesondere die frühe Einschränkung umfassender Corona-Tests in Grand Est - in Deutschland für Irritationen gesorgt.

Hans und Rottner zeigen sich aber überzeugt, dass die jetzige Situation eine Ausnahme darstelle, die “keineswegs zur Regel” werde. Vielmehr beweise die Corona-Krise, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt werden müsse - vor allem im Gesundheits- und Krankenhauswesen und im Katastrophenschutz. Nach der Corona-Krise werde die Grenze wieder zur Unsichtbarkeit verschwinden, so die Autoren.

Asselborn kritisierte Grenzschließungen

Zuvor hatte bereits der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn die Grenzschließungen von Deutschland nach Luxemburg und Frankreich scharf kritisiert. Das Coronavirus sei kein Eindringling, der an der Grenze gestoppt werden könne. Zudem seien die Grenzschließungen eine Gefahr für Europa. Sollten die Schließungen zu lange anhalten, würden die Bürger nicht nur an der Politik des jeweiligen Landes, sondern an Europa generell zweifeln.

Auch im Saarland gab es Kritik an den Grenzschließungen. Da nur wenige Grenzübergänge geöffnet sind, bedeutet die aktuelle Situation für die zahlreichen Berufspendler große Umwege. Wie am Dienstag bekannt geworden war, sollen die Grenzübergänge auch weiterhin geschlossen bleiben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.04.2020 berichtet.

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