Pingusson Bau in Saarbrücken (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Hans will keinen Abriss – vorerst

Forian Mayer / Onlinefassung: Axel Wagner   02.08.2019 | 14:35 Uhr

Wie geht es weiter mit dem leer stehenden Pingusson-Bau in Saarbrücken? Mindestens 53 Millionen Euro soll eine Komplettsanierung nach den Worten von Bauminister Klaus Bouillon (CDU) kosten. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will vor einer Entscheidung erst valide Zahlen auf dem Tisch haben.

Seit Bouillon am Donnerstag den voraussichtlichen Betrag zur Komplettsanierung beziffert hat, ist die Zukunftsfrage des ehemaligen Kultusministeriums noch einmal akuter geworden. „Ich habe nicht vor, das Gebäude abzureißen“, sagte Ministerpräsident Hans am Freitag im Sommergespräch.

Keine Sanierung um jeden Preis

Gesichert ist der Erhalt des Baus damit aber nicht. Denn eine Sanierung um jeden Preis könne es nicht geben, fügte Hans hinzu. Das von Architekt George-Henri Pingusson geplante Gebäude sei ein „hervorragendes Kulturdenkmal“. Oberste Priorität haben für Hans momentan aber sanierungsbedürftige und marode Hochschulbauten und Schulen. Gebäude, in denen gelernt wird, stünden vor einem leerstehenden Bau, betonte der Ministerpräsident.

Ein weiteres Gutachten solle nun Klarheit in der Frage schaffen, wie eine Sanierung des Pingusson-Baus durch das Land finanziell gestemmt werden kann. Danach könnten Konzepte zum Erhalt oder auch Teilerhalt des Baus erarbeitet werden, sagte Hans.

Schon über 20 Gutachten

Laut Bauminister Bouillon gibt es bereits über 20 Gutachten. Mit deren Hilfe hat die oberste Baubehörde errechnet, dass eine Komplettsanierung inklusive möglicher Kostensteigerungen rund 53 Millionen Euro kostet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.08.2019 berichtet.

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