Eine Ampulle mit dem Covid-19 Impfstoff AstraZeneca (Foto: IMAGO/Lagencia)

Hans gegen Änderung der Impfreihenfolge bei AstraZeneca

  01.04.2021 | 16:22 Uhr

Saar-Ministerpräsident Hans hat sich gegen eine Änderung der Reihenfolge bei den Corona-Schutzimpfungen mit AstraZeneca ausgesprochen. Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Söder vorgeschlagen, die Impfreihenfolge für dieses Vakzin komplett aufzulösen.

Es sei ein herber Rückschlag, dass die Impfungen mit AstraZeneca eingeschränkt werden müssten, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) der Rheinischen Post. Doch die Sicherheit der Menschen gehe vor. "Ich bin deswegen auch nicht für eine Änderung der Impfreihenfolge", so Hans weiter.

Zuvor hatte sein bayerischer Amtskollege Markus Söder (CSU) vorgeschlagen, die Impfreihenfolge für dieses Vakzin komplett aufzulösen. "Irgendwann wird man bei AstraZeneca speziell mit sehr viel Freiheit operieren müssen und sagen müssen: Wer will, und wer es sich traut quasi, der soll auch die Möglichkeit haben", sagte er.

Anmeldestart für Impfungen beim Hausarzt

Hans betonte, dass Bund und Länder die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Zweitimpfung abwarten und man sich auf das Impfen in den Hausarztpraxen konzentrieren solle. "Die Hausärzte kennen ihre Patienten genau, können jeden Einzelfall am besten beurteilen und beraten."

Im Saarland ist am Gründonnerstag die Terminvergabe durch die Hausärzte gestartet. Die ersten Impfungen in den Praxen abseits der Modellprojekte sind ab dem 6. April geplant.

AstraZeneca im Regelfall nur noch für Ältere

Bund und Länder haben am Dienstagabend auf Empfehlung der Stiko beschlossen, das Präparat von AstraZeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Jüngere können sich nach Rücksprache mit dem Arzt und auf eigenes Risiko weiterhin damit impfen lassen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen.

Das Saarland hat Impfungen mit AstraZeneca vorerst gestoppt und wartet auf den neuen Aufklärungsbogen. Termine werden jedoch keine abgesagt, stattdessen bekommen die Menschen in den Impfzentren ein Impfangebot mit Biontech.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 01.04.2021.

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