Tobias Hans. (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

Hans für massive Kontaktbeschränkungen im Privaten

  28.10.2020 | 10:53 Uhr

Vor den Beratungen der Kanzlerin und der Länderchefs zu den steigenden Corona-Infektionszahlen hat sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) für massive Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. Private Feiern dürften derzeit nicht stattfinden. Es seien nun bundesweit einheitliche Regelungen nötig.

"Wir wissen, dass im Moment viele der Infektionen über private Feiern und durch das Zusammenkommen von Personen aus verschiedenen Haushalten übertragen werden - auch in den eigenen vier Wänden, denn da gibt es keine Hygienekonzepte", sagte Tobias Hans (CDU) dem SR am Mittwochmorgen. Deshalb brauche man Maßnahmen, um die privaten Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Ziel sei es, Weihnachten im Kreis der Lieben verbringen zu können.

Wenn jetzt die Kontakte nicht massiv eingeschränkt würden, drohe im Dezember eine Überforderung des saarländischen Gesundheitssystems mit Lockdown. Gerade, weil im Saarland viele ältere Menschen leben würden, mache sich Hans "große Sorgen um die Gesundheit der Menschen."

Einschränkungen in Unternehmen noch offen

Zu möglichen Einschränkungen im Gewerbe äußerte sich Hans ebenfalls: Er wolle grundsätzlich kein unternehmerisches Handeln einschränken. "Und wenn wir etwas einschränken, müssen wir auch Geld liefern, damit diese Betriebe überleben können."

Ob auch die Gastronomie geschlossen werden sollte, ließ Hans noch offen. "Es kann am Ende auch bedeuten, dass wir im Bereich von Restaurants weiter einschränken müssen. Man muss ja nicht immer alles gleich komplett zu machen", sagte er.

Es sei noch nicht absehbar, zu welchem Ergebnis die Beratungen heute führen würden. Man werde es nicht jedem recht machen können, so Hans. Die Bundesregierung will heute zusammen mit den Ländern neue Beschlüsse fassen, um die zuletzt rasche Ausbreitung des Coronavirus einzugrenzen. Im Gespräch ist ein "Lockdown light". Schulen und Kitas sollen dabei möglichst geöffnet bleiben. Erste Ergebnisse der Beratungen werden am Nachmittag erwartet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.10.2020 berichtet.

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