Tobias Hans (Foto: IMAGO / Political-Moments)

Hans fordert Maaßen zu CDU-Parteiaustritt auf

mit Informationen von Franka Welz   06.01.2022 | 18:40 Uhr

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat den früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen zum Austritt aus der CDU aufgefordert. Maaßen hatte zuvor mit einem Impfverbot geliebäugelt.

Maaßens Ausreißer reihten sich mittlerweile wie die Perlen an einer Kette, sagte Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Jetzt habe der einstige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz aber endgültig das Fass zum Überlaufen gebracht.

Maaßen unterstützte Bhakdis Forderung nach Impfverbot

Maaßen hatte zuletzt ein Video des Mikrobiologen Sucharit Bhakdi geteilt, und dessen Forderung nach einem "Covid-Impfverbot" befürwortet. Schleswig-Holsteins Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Bhakdi wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung.

Auch Parteiausschluss müsse erwogen werden

Dass Maaßen sich "so jemanden zum Kronzeugen nimmt, wirft einen dunklen Schatten auf ihn selbst zurück". Maaßens Handeln sei völlig untragbar und passe nicht in das Wertegerüst der CDU. Wenn Maaßen nicht selbst gehe, müsse ein Parteiausschlussverfahren in Erwägung gezogen werden. Zuvor hatte auch schon die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien, gefordert, Maaßen aus der CDU auszuschließen.

Die CDU Thüringen hatte sich am Mittwoch von Maaßen distanziert, ihn bislang aber nicht konkret zum Verlassen der Partei aufgefordert. Bei der Bundestagswahl war Maaßen in Südthüringen erfolglos als Direktkandidat für die CDU angetreten.

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