Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes (Foto: picture alliance/Arne Immanuel Bänsch/dpa)

Hans fordert Masterplan für Umgang mit Corona

  13.04.2020 | 08:53 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch über die nächste Phase des Kampfs gegen das neuartige Coronavirus beraten. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert in dem Zusammenhang einen Masterplan für die nächsten Wochen und Monate.

Vor den Beratungen mit der Bundeskanzlerin am kommenden Mittwoch hat Ministerpräsident Hans einen "Masterplan" für den Umgang mit dem Coronavirus gefordert. Das sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Schaltkonferenz am Mittwoch

Es gehe dabei "nicht um Rückkehr zur Normalität, sondern wie eine neue Normalität aussehen wird", so Hans. Der Masterplan müsse zwischen Bund und Ländern abgestimmt sein und sich an nachvollziehbaren Kriterien orientieren, betonte Hans. An oberster Stelle stehe dabei, die Bürger vor Ansteckung zu schützen.

Bei der für Mittwoch angesetzten Schaltkonferenz soll es auch um die Frage gehen, wie es mit den bislang bis zum 19. April befristeten Kontaktbeschränkungen und weiteren Maßnahmen weitergeht.

Hans: "Keine falschen Hoffnungen wecken"

Der Ministerpräsident hatte zuvor bereits mehrfach davor gewarnt, falsche Hoffnungen auf eine rasche, umfassende Lockerung der Ausgangsbeschränkungen zu wecken. Es wäre fatal, wenn durch einen zu frühen Ausstieg die bisherigen Erfolge gefährdet würden, hatte Hans bereits am Donnerstag bei einer Pressekonferenz betont. Dabei deutete er an, dass eine etwaige Lockerung immer auch mit Auflagen verbunden sein könnte.

Hans' Amtsvorgängerin, CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, fordert hinsichtlich eines Ausstiegs aus den Corona-Beschränkungen ebenfalls ein einheitliches Vorgehen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 13.04.2020 berichtet.

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