Spanien, Madrid: Ein Passagier mit Mundschutz geht am Bahnhof Madrid Atocha an einer Anzeigetafel vorbei.  (Foto: dpa / picture alliance / EUROPA PRESS / Eduardo Parra)

Kein Urlaub wie man ihn bisher kannte

  08.07.2020 | 12:10 Uhr

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die Bürger zu besonderer Umsicht im Sommerurlaub wegen der Corona-Krise aufgerufen. Auch im Urlaub sollten Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Bei Reisen in Risikogebiete müssten zudem die Quarantäneregeln bei der Rückkehr beachtet werden.

Ganz wichtig sei, dass vor allem Eltern mit Schulkindern nicht in Risikogebiete fahren und direkt danach die Kinder in die Schule schicken würden, sagte Hans der Deutschen Presse-Agentur. "Das kann natürlich nicht gehen. Hier muss man schon darauf Wert legen, dass Quarantäneregeln eingehalten werden können." Das Robert-Koch-Institut weist derzeit fast 130 Länder weltweit als Risikogebiete aus, in denen eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus herrscht.

Hans appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, bei der Wahl ihres Urlaubsziels zu berücksichtigen, wie das Infektionsgeschehen im jeweiligen Urlaubsland sei. Da dieses innerhalb der Europäischen Union im Moment gut im Griff sei, biete es sich an, Urlaubsziele etwa in den Nachbarländern Deutschlands zu wählen - auch, weil man im Notfall schneller wieder zurück sei.

Eine zweite Welle unbedingt vermeiden

"Jeder sollte wissen, es wird in diesem Jahr nicht ein Urlaub sein, wie man ihn aus der Vergangenheit kennt", mahnte der Ministerpräsident. Es gelte auch im Urlaub, sich an die Hygieneregeln, das Abstandsgebot und das Tragen von Mund-Nase-Masken zu halten. "Damit eben nicht hinterher nochmal ein großes Ausbruchsgeschehen auch in Deutschland stattfindet", sagte Hans.

Zugleich warnte der Regierungschef: "Wir müssen mit einer zweiten Welle rechnen." Die würde vor allem die wirtschaftliche Entwicklung noch einmal sehr stark treffen. "Deswegen müssen wir alles daran setzen, es zu verhindern", sagte Hans.

Gleichzeitig müsse Deutschland aber auch gewappnet sein, etwa durch die Notbremseregel in den Landkreisen, nach der schärfere Maßnahmen wieder eingeführt würden. Im Saarland liegt die Grenze bei 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. "Das sind ganz wichtige Regeln, um zu verhindern, dass es noch einmal einen flächendeckenden Lockdown geben muss", sagte Hans.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.07.2020 berichtet.

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